Das Überleben der Zigeuner in Rumänien

Von einer Freundin bekam ich die Wernigeröder Zeitung geschickt und in ihr fand ich folgenden Artikel. Der allein trieb mir schon Tränen in die Augen. Anschließend schaute ich ins Netz und sah mir zwei Videos an, in denen man genauere Informationen erhält. Mitten in Europa verhungern Kinder, müssen im Winter bei 30° Kälte ohne Heizung in dürftig zusammengezimmmerten Hütten versuchen zu überleben. Das ist die Situation vieler Zigeuner in Rumänien. Zigeuner darf man durchaus sagen, denn sie nennen sich selbst so.

Hier funktioniert es so, wie überall. Zuerst wird eine Gruppe von Menschen ausgegrenzt, sie erhalten fast keine Unterstützung, keine Arbeit, keine Würdigung als gleichwertige Menschen und wenn sie dann im Elend leben müssen, im Müll nach Essen suchen und, natürlich, um zu überleben andere beklauen, scheint ihre Diskriminierung begründet.

Jenny Rasche, eine junge Frau aus Deutschland, kämpft seit Jahren für ein besseres Leben dieser kinder und Familien. Es würde mich unendlich freuen, wenn jemand von Euch ein paar Euro übrig hat, um sie zu unterstützen.

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11 Kommentare zu „Das Überleben der Zigeuner in Rumänien

  1. Als ich so 22-23 war hatte ich eine Freundin (Zigeunerfamilie) und war fast jedes Wochenende im „Ghetto“. Die Zustände waren katastrophal und die Menschen dort kämpften jeden Tag ums Überleben, auch mit Diebstahl und Drogenhandel, sie waren abgeschoben und hatten keine guten Aussichten auf Bildung oder Arbeit. Meine Freundin bekam in den nächsten Jahren 5 Kinder von fünf verschiedenen Typen, und dementsprechend Sozialhilfe. Was ich damit sagen will, sie war offensichtlich sehr hoffnungslos mit Blick auf ihre Zukunft, so gut wie kein Selbstbewusstsein und jeden Tag in eine Schlägerei verwickelt. Ich gebe dir Recht in allem und auch das dass soziale Umfeld sehr prägend ist.

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  2. es ist nicht nur Rumänien. In Jugoslawien waren die Zigeuner recht gut integriert, sie lebten in festen Siedlungen, dann kam der Krieg, und mit ihm die Vertreibung, insbesondere aus dem Kosovo….Viele sind nach Deutschland gezogen und werden nun als „Kosovaren“ ins „sichere“ Kosovo zurückgeschickt.
    Hier in Griechenland haben wir viele Stämme, teils Alt-Eingesessene mit normalen Bürgerrechten (Wahlrecht, Wehrdienst), teils neu aus dem Balkan Zugewanderte, viele kamen auch nach der Grenzöffnung aus Albanien. Ihre Lebensverhältnisse sind fast immer (aber nicht immer) verheerend (es gibt auch reiche Zigeuner). Ich unterstütze gelegentlich eine Familie aus Albanien, die allein durch das Betteln der Mutter erhalten wird (der Vater ist arbeitsunfähig). Die drei Kinder haben inzwischen das Gymnasium besucht, zwei haben es beendet und eine Berufsausausbildung begonnen (Elektriker) bzw beendet (Frisöse). Es sind wunderbare Menschen, zart und fein, die ich sehr mag. In Zeiten der Krise ist es für sie sehr schwer, Arbeit zu finden. Sie kämpfen einen täglichen Kampf ums Überleben. Das tun freilich auch viele Einheimische.

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    1. …es freut mich zu lesen, dass die Kinder der Familie, die Du unterstützt, aufs Gymnasium gehen und eine Berufsausbildung begonnen haben…und das unter schwierigen Verhältnissen, das erfordert viel Kraft…aber es ist ein guter Weg…ja, die Verhältnisse sind für viele Menschen schwierig…daran kann wachsen, wer nicht zerbricht…liebe Grüße!

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  3. Mit Sicherheit ein gutes Projekt!!!!

    Leider wird es hierzulande auf nicht allzuviel Resonanz stoßen, denke ich.
    Wir haben ja relativ viele rumänische Zigeuner hier, allerdings führen die sich hier auf wie die Vandalen und sind eher nicht sehr gern gesehen.
    Ich persönlich denke, dass fast nur die, die mit einiger krimineller Energie ausgestattet sind, sich auf den Weg gemacht haben, um Rumänien zu verlassen.

    Ich finde auch, dass man auf der politischen Ebene etwas tun muss. In Rumänien ist es wohl untersagt, Wohnungen und Arbeitsstellen an Zigeuner zu vergeben, das ist unhaltbar und müsste wirklich politisch sanktioniert werden, damit die Leute dort eine Chance haben.

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    1. …das ist es wohl, das sich keiner vorstellen kann..wenn Menschen nicht sozialisiert sind, wenn sie nie eine Chance bekamen, um in eine Gesellschaft hineinwachsen zu können, dann darf es niemanden wundern, wenn sie klauen…ich will das ja nicht entschuldigen, nur, wenn du keine andere Chance zum Überleben hast, dann tust du es eben und dann ist dies für dich normal…egal wo du bist…würden diese Menschen integriert, als Gleichberechtigte behandelt mit gleichen Möglichkeiten, Schule, Ausbildung usw. dann würden sie sich auch anpassen und anders verhalten…

      …es schallt eben irgendwie immer zurück…sie sind Menschen, wie du und ich, und wir wären auch anders, wären wir anders aufgewachsen…

      …ich finde es erschreckend, dass Kinder in Europa verhungernm erfireren, nciht zur Schule gehen usw. das muss nicht sein…da schauen die Leute hier nach Syrien, nach Afrika usw. …wo es auch furchtbare Zustände gibt und hier schauen sie einfach vorbei, interessiert keinen…

      …klar, wenn sie nach D kommen, sehen sie all den Reichtum und haben ohne Bildung von vorn herein keine Chance sich einzugliedern…viele können ja nicht lesen und schreiben, nicht die deutsche Sprache…was sollen sie machen? …sie wollen einfach auch nur glücklich sein wie wir,

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      1. Ja, das ist schlimm, aber ich glaube kaum, dass wir hierzulande die jungen Männer, die kriminell sind, noch sozialisieren können, man bietet ihnen kostenlose Sprachkurse und Einführungen in das Leben hier an und die gehen hin und spucken den Lehrern ins Gesicht.

        Leider kommt man an die Kinder nicht ran, deshalb ist es gut, wenn vor Ort was getan wird, das ist langfristig bestimmt besser.

        Hungern und frieren tun auch Kinder hier, das will nur keiner glauben oder sehen.

        Einiges sieht man, aber da heisst es dann, ach, der Vater säuft, warum soll ich da helfen….und wie immer bleiben die Kinder auf der Strecke.

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      2. …ich stimme Dir völlig zu, man muss vor Ort helfen und bei den Kindern anfangen und das tut ja die Kinderhilfe bzw. Jenny Rasche auch, gleichzeitig klkären sie die Eltern auf über Verhütung usw.

        …und solch ein Elend wie dort in Rumänien – alos auf den Fotos und in den Videos – habe ich weder in D noch in F je gesehen, glaub mir, es hat mich weinen machen…meine Großmutter war Sinti und wäre das Leben anders gelaufen, dann hätte ich vielleicht meine kinder in solche Verhältnisse hineingeboren…ich spende auf jeden Fall, auch wenn ich finanziell schon am Limit lebe, es ist mir ein Bedürfnis und die Jenny Rasche überzeugt mich, da vertraue ich, dass das Geld in die richtigen Hände kommt…

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      3. Ich finde, Elend ist immer relativ. Ich habe sehr sehr viele Kinder mit Lungenentzündung gepflegt, die sie bekamen, weil die Eltern keine Heizung hatten, bzw. sie nicht bezahlen konnten. Auch unterernährte Kinder habe ich viel gesehen.
        Und das in einem der reichsten Länder der Welt.
        Kann gut verstehen, dass du dich den Leuten dort sehr verbunden fühlst und ich denke, dass Jenny eine gute und wichtige Arbeit macht.

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