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Illusionen sind gemacht, damit wir uns ihrer entledigen. Meistens jedoch erkennen wir sie nicht als solche. Wir leben in dem Glauben, dies und jenes verhält sich nicht illusionär, sondern wirklich. Unsere gesamte alltägliche Welt erscheint uns wirklich und Sehnsüchte, Wünsche und Ziele halten wir für real und begründet und wir halten sie für wichtig.

Tatsächlich wird sich unsere gesamte Realität nach und nach als Illusion erweisen. Wir werden viele Leben leben müssen, um an diesen Punkt zu kommen. Mit jeder Geburt steht uns ein Erkenntnisprozess der Desillusionierung bevor. Und wir werden wieder geboren, bis wir alle Illusionen, die sich auf unsere materielle Welt beziehen, auf unser Erdenleben und auf unsere menschliche Gesellschaft aufgegeben haben.

Die irdische Liebe ist eine solche Illusion, der Glaube an Geld, Ruhm und einen gesellschaftlichen Stand, der Glaube an erlernbares Wissen und sogar der Glaube an eine Religion muss sich als Illusion erweisen, denn auch die Religion schenkt uns nicht dauerhaft den Segen, den wir erhoffen.

Jede Überzeugung, die wir hegen, dass wir glücklich und zufrieden werden, haben wir erst dieses oder jenes erreicht, ist ein Irrglaube. Alles auf Erden erweist sich letztlich als eine Täuschung. Alles was auf Erden Liebe, Geborgenheit und Sicherheit verspricht, all die Beziehungen und Dinge, denen wir ein Leben lang hinterher jagen, sie zerbrechen, gehen verloren, werden zerstört und lösen sich auf. Wir selbst entledigen uns unserer Sicherheiten, freiwillig und gewollt, wenn eine neue Lebensperiode ansteht, uns alte Verhältnisse beengen und es uns verlangt, neues zu lernen.

Wir träumen von einem harmonischen Dasein in Liebe, während uns das irdische Leben zum Konkurrenzkampf herausfordert, der gerade diese Harmonie ausschließt. Wir müssen Erfahrungen machen, die uns lehren, dass gewisse Sehnsüchte in uns sich auf Zustände in feineren Ebenen richten und sich innerhalb der materiellen Welt nicht verwirklichen lassen.

Platzt jedoch eine Illusion, erfahren wir Ent-täuschung, empfinden Traurigkeit und Schmerz. Wir lösen uns dabei von etwas uns lieb gewordenem, müssen Gewohnheiten aufgeben, von uns selbst erdachte Ziele und vermeintliche Sicherheiten. Mehr passiert nicht bei einer Ent-täuschung. Ist eine Enttäuschung auch mit Schmerz verbunden, sie führt uns weiter auf dem Weg der Erkenntnis…und haben wir erneut Erkenntnis gewonnen, wird auch diese nur vorläufig sein…