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Das Wetter hält sich an meine Vorstellungen vom Monat Dezember. In der Nacht zum 1. Dezember sinken die Temperaturen auf mindestens minus fünf Grad, selbst im Gewächshaus liegt Eis auf dem Gießwasser in den Eimern. Schon am Nachmittag des Vortages war der Temperaturabfall zu ahnen, bestechend klarer Himmel und völlige Windstille. Es roch nach Reif.

Am nächsten Morgen dann war er sichtbar, die gesamte Natur, das ganze Tal, jeder Halm und jedes Blatt war weißglitzernd umrandet. Mit Mütze, Schal und Handschuhen stürmte ich auf die Wiese, um an der Pracht vollständig teilzuhaben. Unter bestechend blauem Himmel schritt ich in der Sonne dahin, sammelte nebenher ein bisschen Holz und tauchte meine Blicke in die bereiften Schattenflächen hinter den Büschen. Ich labte meine Augen an der Welt…Castaneda wäre stolz auf mich gewesen.

Etwas später dann sitze ich als Zeuge unter dem großen Eichenbaum zwischen Fluss und Wiese und beobachte den tauenden Reif. Blinkende Tropfen fallen unregelmäßig von Bäumen, während der Fluss wie gewohnt gluckert und ein Vöglein singt. Ich fühle mich vollendet eins mit dem Sein.

Hier gehörte ein Foto hin vom herrlich weihnachtlichem Reif, leider versagte mein Fotoapparat. Daher als Ersatz eines mit winterlichem Blick auf die Pyrenäen…Ausblick auf baldige Wetterverhältnisse…

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