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Eines der größten Probleme von Paris ist die Luftverschmutzung. Frische Luft ist rar, nicht zuletzt weil auch Grünflächen rar sind. Am Image von der Stadt der Liebe und des guten Essens mag noch immer einiges dran sein. Aber womöglich würde jeder Kuss und jedes Mousse au Chocolat noch viel besser schmecken, wenn sich auf Lippen, Gaumen und Lunge zuvor nicht immer neue Schichten Smog gelegt hätten.

Damit die Luft wieder frischer wird, hatte die französische Regierung im letzten Jahr bereits beschlossen, dass Neubauten in Gewerbegebieten entweder einen Dachgarten oder Solarpaneele tragen müssen. (Update vom 26.10.16: Allerdings wurde der Passus in dem Gesetz später vom Senat wieder entfernt.)

Nun hat die Stadt Paris nachgelegt und ein Gesetz verabschiedet, dass den Bewohnern auf Antrag erlaubt, jeden Ort der Stadt zu bepflanzen: egal ob zu Hause oder bei der Arbeit, egal ob Mauern, Zäune oder Baumstümpfe am Bürgersteig.

Bedingung ist, dass die „Bürger-Gärtner“ eine Charta unterschreiben, mit der sie sich verplichten, für ihre Begrünungen lokale, honigbereitende Pflanzen zu nutzen, die sich positiv auf die Artenvielfalt in Paris auswirken.

Mit dem Gesetz soll die Stadt schöner und die Lebensqualität besser werden; zudem sollen die sozialen Bindungen der Einwohner untereinander gestärkt werden, vor allem unter Nachbarn, so Pénélope Komitès, stellvertretende Bürgermeisterin von Paris. Was die Orte angeht, so habe die Stadtverwaltung einige Vorschläge; vor allem warte man aber auf die Ideen der Bürger.

Quelle: La Relève et La Peste