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Vor gelbbraunem Mosaik, das sich in die Tiefe dehnt, schwanken schwarze Stämme, winken ihren Blättern nach und recken sich im Glanz, vielleicht ein letztes Mal. Die Sonne wirft Strahlenbänder dazwischen, die durch den Nebel dringen, manchmal bis auf den Grund, während Blätter über Wiesen tanzen, endlich freigekommen, sich drehend springen immerfort…fort nur fort und fragen nicht wohin.

Ich höre sie jauchzen, als könnten sie es. Bald werden sie sich zum Sterben in Mulden sammeln, aneinanderpappen, durch Feuchtigkeit verbunden und nie mehr allein sein. Sie wissen es nicht. Der Tod wird sie schwarze färben und nach Moder riechen lassen bis Pilze aus ihnen wachsen…noch nie gab es so blauen Himmel.

Wind faucht vom Horizont heran, durchquert das Tal, fegt durch Zwischenräume und zaust die Sträucher. In auf feinen Zweigen aufgereihten Tropfen blinkt goldenes Licht. Spinnen haben sich verkrochen, Eichhörnchen Vorräte angelegt. Auch ich suche Früchte noch zu bergen, sammle Verstehen vor der Einsamkeit. Nun werden meine Brüste welken, Haut wie verdorrte Pflaumen schrumpeln und sich in Falten legen bis zur letzten Ruh…ein einzelner Vogel zirpt fragend.

Neben Bäumen stehen lila Schatten, tauchen zittrig ein ins Dunkle mehr und mehr. Kälte kriecht aus Löchern und zieht dem Wind nach.
Nichts, was es zu bedauern gäbe.