Schlagwörter

, , ,

Die Katze liegt auf meinem Schoß, entspannt wie die Schatten auf dem Weg. Geräusche der Autos erreichen mich von der Straße und vermischen sich mit dem Summen einer dicken Fliege. Stille. Ansonsten Stille. Das Universum wirkt durch Fliege, Katze und mich und wirkt durch die Schatten auf dem Weg. Ich spüre den leichten Wind als würde er lächeln, wenn er durch die Blätter der Bäume weht, die erschöpft vor Trockenheit rascheln. Keine Theorie mehr, keine Texte, keine fremden Gedanken, nur Stille aus mir selber, die sich mit der Stille um uns vereint.

Als die Sonne sich langsam auf die Bergkuppe senkt und die Dämmerung zunimmt, beginnt ein Specht zu hämmern. So spät, denkt es in mir, sucht er noch hungrig seine Nahrung oder will er nur den Baum von lästigen Käfern befreien?

Zögernd hüllt die Dunkelheit uns ein. Ich atme. Ich atme noch und könnte es doch sein lassen, versinken ins unendliche Sein. Einsinken zwischen raschelnden Blättern, dem Zirpen einer Grille und dem Tschilpen eines einsamen Vogels. Sein ohne zu wirken. Noch scheint die Sonne hinter dem Berg hervor, legt ihre Strahlen auf gegenüberliegende Berggipfel, wie um einen letzten Gruß zu schicken. Noch gibt sie rosa scheinend von sich Zeugnis. Noch.

Das gleiche Gefühl, wie ich es schon im Frühling spürte, durchströmt mich, ein tiefes Glück, eine tiefe Verbundenheit, mit der Natur, dem Himmel und dem Sein. Ein tiefes Einverstandensein.