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…gehört natürlich nicht mir, sondern sich selbst. Und trotzdem ist es mein Fluss, denn er versorgt mich und meine Pflanzen im Garten mit dem nötigen Wasser. Ohne ihn könnten wir alle nicht an diesem Platz existieren. Das sage ich ihm auch immer wieder, wenn ich Wasser hole, mich in ihm wasche oder meine Beine hineinbaumeln lasse. Dann schenke ich ihm Kupferstücke und hoffe, dass er sie dankbar annimmt.

Hier trinken die Wildschweine, lauern Reiher auf Beute und verstecken sich Wasserratten, hier gibt es Flusskrebse und unter den Steinen suchen Vipern Kühlung. Trotz großer Trockenheit führt er zuverlässig Wasser und erfrischt Pflanze, Tier und Mensch.

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Wenn ich meinen Blick nur lange genug in das Wasser senke, geschehen merkwürdige Dinge. Ich sehe das Wasser unter der Oberfläche in die entgegengesetzte Richtung fließen. Es teilt sich in Schichten auf, dehnt sich in eine Tiefe, die weit hinunter reicht, weiter, als es scheint. Obere und untere Welten mischen sich durcheinander, bis ich sie nicht mehr auseinanderhalten kann.

 

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…und dann erkenne ich, was ich nicht vermute, wie hier ein bärtiges Männergesicht:

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