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„Um die Selbstwahrnehmung weiter zu unterstützen, empfehle ich dir eine Geschwindigkeit in deinem Leben, in der du noch präsent sein kannst. Mit Sicherheit wirst du dich am Anfang sehr langsam bewegen müssen, denn wenn du nicht langsamer wirst, wirst du weiterhin auf Automatik laufen. Wenn wir gestresst sind, fallen wir sofort in unser roboterhaftes, konditioniertes Verhalten. Wenn du nicht roboterhaft und unbewusst sein willst, musst du dich mit dir selber unvertraut machen. Wir brauchen ein bewusstes Mittel, um uns selbst in die Gegenwart zu bringen.“

(aus dem Buch“Das große Missverständnis“ von Premanada)

Das Zitat ist aus einem der Bücher, die bei mir überlebt haben, sich also nicht verkaufen ließen. Es hatte mir schon beim ersten Lesen gefallen, weil ich es als lebensnah empfand, außerdem ist es mit netten Witzen gespickt. Gerade lese ich wieder etwas darin. Gestern nun kam ich zum Kapitel über die Selbstwahrnehmung und dachte, wie recht er doch hat, viel zu schnell bewege ich mich durch den Tag. Ich probierte es sofort aus und setzte gemächlich einen Fuß vor den anderen, spürte der Erde unter meinen Füßen nach, sah zum Himmel auf und öffnete die Ohren für Wind und Vögel. Das sehr langsame Laufen ging mir dann ziemlich schnell auf die Nerven. Also ging ich immer zehn Schritte und hielt dann inne, schaute in den Himmel, roch den trockenen Staub in der warmen Luft und lauschte. Da tat sich plötzlich eine Welt auf. Ich sah Schatten huschen, Lichter fallen, Insekten summen, Falter flattern…