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Schon vor Wochen hatte ich das Gefühl, dass der Herbst angebrochen war. Doch wollte ich es nicht richtig glauben und mein Warten auf den heißen Sommer mit über 30° nicht aufgeben. Doch er schlich sich vorbei, uns ein paar Brocken Hitze zuwerfend, kehrte sich dann endgültig um und scheint nun für dieses Jahr verschwunden.

Herbst. Eine dicke Wolkendecke breitete sich über Nacht am Himmel aus. Wind schiebt die Wolken langsam stetig vor sich her und manchmal fallen einige Tropfen herab. Von den Bergen gegenüber knallen Schüsse herüber, dann wieder das Geheul von Hunden. Die Jäger jagen schon und setzen dies nun bis zum März fort.

Die Jahreszeit liegt zwischen Entfaltung und Verfall. Samen und Früchte reifen nach dem ihnen inne liegenden Plan, sie kennen den Verlauf. Kein Zweifel beunruhigt sie. Wozu sich also sorgen? …um an der Schönheit zu feilen. Jede Frucht muss reifen, wie der Gedanke Gottes sie gedacht hat. Wir dürfen den Vorgang nicht unterbrechen. Jeder gestörte Prozess lässt etwas Unvollendetes, Hässliches zurück. Nur was dem Plan gemäß voll ausreifen darf, hat erreicht, wofür es die Welt betrat. Nur das verheißt Zufriedenheit. Auch Menschen sind Früchte…

Eigentlich gut so, dass die Hitze ausblieb, denkt es in mir. Sie strengt Mensch, Vegetation und Tier an. Nur die Urlauber scheinen davon nichts zu merken. Nun wünsche ich mir einen langen, sonnigen Herbst mit kräftigen Regengüssen. Bei gemäßigten Temperaturen lässt es sich gut arbeiten und es gibt viel zu tun. Der Winter muss vorbereitet werden. Feuerholz zum Kochen sammeln, Holz für den Ofen zusammensägen und hacken. Die abgeernteten Gartenbeete wollen mit Mist versorgt und anschließend mit Mulch abgedeckt, Erdbeeren wollen gepflanzt werden. Im September wird Knoblauch gesteckt. Im Moment aber ernte ich mehr als erwartet. Jede Menge Tomaten gibt es, die hohen Pflanzen hängen voller grüner Früchte, so dass sie sich neigen. Vieles kann ich verschenken, Tomaten trockne ich in der Sonne, wenn sie scheint. Auch Bohnen gibt es reichlich, nur die Roten Bete wollten dieses Jahr nicht recht wachsen und auch der Porree nicht. Woran es liegt, kann ich nicht sagen, in Boden und Pflege entdecke ich keinen Mangel. Die Jahre sind verschieden.

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Hier sieht man die Tomatenernte eines Tages. Im Moment habe ich den Eindruck, die Früchte reifen stündlich. Auch Gurken gibt es viele. Es ist eine Freude!