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„In jedem Zustand sieht die Seele anders aus. In der irdischen Welt ist sie auf Gefühle und Ideale ausgerichtet. Die Seele hat hier mit Herzenswärme zu tun, mit Liebe und mit Hingabe an Gott. Wir schauen auf die Seele, um uns daran zu erinnern, dass wir einen göttlichen Funken in uns tragen; jedoch gründen wir unser Leben nicht vollständig auf  der Seele. Sie flackert vielmehr immer wieder einmal auf und erlischt dann auch wieder.

In der subtilen, der „feinstofflichen“ Welt ist die Seele Geist, Spirit. Hier bezeichnet sie Heiligkeit, Nähe zu Gott und Freiheit von der Last der irdischen Existenz. Hier bietet die Seele nicht mehr nur Trost; vielmehr ist sie die Glückseligkeit, die vom Leid nur überdeckt bzw. verkleidet war. Jetzt ist die Seele dauerhaft präsent; man kann ihrer Führung folgen, ohne verwirrt zu sein oder zu zweifeln. Das primäre Gefühl ist magnetischer Art: Man wird unausweichlich zum Göttlichen hingezogen.

In der Dimension des reinen Bewusstseins ist die Vereinigung vollständig erfolgt. Man sieht das Selbst und die Seele als eines an. Da es kein Hier und Dort gibt, hat die Seele keinen festen, lokalisierbaren Ort, an dem sie sich aufhält. Sie existiert zugleich überall und nirgendwo. Man strebt nicht mehr nach der Güte, Heiligkeit oder Reinheit der Seele. Dies existiert einfach.“

(aus „Leben nach dem Tod“ von Deepak Chopra)