…die Luft ist erfüllt vom Duft des Ginsters..

…leider zeigt der Himmel sich nicht leuchtend blau sondern gleichmäßig bewölkt, vor knallblauem Himmel wirken die gelben Blüten natürlich viel mehr…

Ginster.jpg

Advertisements

…wie ein grüner Himmel…

Garten 28. Juni 2016.jpg

…der Garten macht einen ziemlich chaotischen Eindruck, ich gebe es zu, doch es ist gewollt so…ob Sonnenblumen, Borretsch, wilde Mohnblumen oder Spitzwegerich, so es machbar ist, darf alles dort wachsen, wo es möchte. Natürlich muss ich viele wilde Pflanzen entfernen und in Schranken weisen, da ich Gemüse ziehen will, doch ich versuche, möglichst allen gerecht zu werden.

Garten 28. Juni 2016. 2.jpg

…und hier noch Luise, Blanche- Neige und Brigitte (von links nach rechts), neugierig und süchtig danach fotografiert zu werden:

IMG_5946.JPG

Über Unlust und Lust

Eigentlich wollte ich darüber schreiben, weshalb ich so unlustig bin, mich hier derzeit zu äußern…um meine Abwesenheit zu entschuldigen. Doch dann fiel mir ein, dass es viel besser ist, die Gründe zu nennen, derwegen ich mich außerhalb des Netzes bewege. Hier also geht es los:

Nachdem die Gartenbestellung in der ersten Junihälfte ihren Höhepunkt erreichte, sah sie wie jedes Jahr Mitte Juni ihrem Ende entgegen, worauf sich das Verlangen nach Beetbestellung abrundete. Wie aus heiterem Himmel, von dem dies Jahr wenig sichtbar ist, fällt um diese Zeit das Bestreben den Boden zu bearbeiten in sich zusammen. Ich sehe da einen Zusammenhang mit der Entwicklung innerhalb der Natur. Was jetzt noch nicht in den Boden gebracht wurde, wird auch nicht mehr den Weg in die Erde finden. Die Arbeiten beschränken sich auf das Pflegen der Pflanzen, Entunkrauten und Gießen. Spätere kleinere Saaten wie Spinat und Feldsalat ausgenommen.
Ich kann mich gemächlich zurücklehnen, den Rücken endlich strecken und meinen Blick über das wachsende Gemüse schweifen lassen. Kopf, Körper und Seele werden frei für anderes. Ich sitze also da und lausche den Vögeln, inbesondere den Nachtigallen, die in meiner Umgebung dabei sind, ihren Gesang zu vervollkommnen und noch gar nicht daran denken, ihre Arien zu reduzieren. Wie erfreulich! Wie gut auch, dass die Amseln noch nicht über alle roten Johannisbeeren hergefallen sind. So kann ich einmal in den Genuss von reifen, roten Johannisbeeren kommen. Sie werden mein Konfitürensortiment bereichern, das sonst nur aus Stachelbeeren und schwarzen Johannisbeeren besteht, denn diese werden von den Vögeln nicht gefunden.
Häufiger auch überkommt mich das Verlangen nach Stift und Papier zu greifen und zu zeichnen. Mal schauen, ob es anhält.
Ansonsten übe ich mich konsequent erfolglos im Anhalten meiner Gedanken. Wer weiß, vielleicht fällt mir der Erfolg eines Tages einfach so in den Schoß.
Auch die anderen Übungen werden fortgesetzt, wie Ölziehen, Putzen der Zähne mit gesättigter Salzlösung, Waschen der Haare mit Ei. Dies übrigens entwickelt sich zu einem glücklichen Experiment, denn immer mehr scheinen sich die Haare nebst Kopfhaut eines ürprünglich angelegten Verhaltens zu besinnen. Die Haare fetten kaum, sie fallen weich und wirken fülliger denn je. Inzwischen wasche ich sie, um den Staub daraus zu entfernen und nicht mehr, weil sie unansehnlich wirken.
Infolge dieses Erfolges habe ich auch Duschgel aus dem Pflegesortiment gestrichen. Es bleibt natürliche Seife für schmutzige Hände und Füße, was unbedingt nötig ist, da ich viel barfuß laufe. Ansonsten genügt sauberes Wasser. Allerdings, ich habe noch nie besonders starken Körpergeruch gehabt und schwitze erst bei Temperaturen jenseits der 35° im Schatten und das auch nur, wenn ich körperlich arbeite. Sicherlich ist es nicht für jeden angeraten und praktizierbar, sich ohne Shampoo und Gel zu waschen.
Was den Minimalismus betrifft…alle entbehrlichen und gut erhaltenen Bücher sind verkauft. Hier befinden sich jetzt noch Bett, Schrank, Tisch, mehr Stühle als für mich allein nötig, zwei Regale, von denen eines fast leer ist. Meine Kleidung kann weiter reduziert werden, nur, solange es mir schwer fällt, mich zwischen mehreren Lieblingsstücken zu entscheiden, bleiben alle im Sortiment. Nichts soll bereut werden. In der Langsamkeit liegt die Kraft, so sie mit Besonnenheit einhergeht.

Bitte seht dies als Lage- und Zustandsbericht. Kurz dachte ich auch daran, meine Internetaktivitäten einzustellen. Doch bevor es mich reut, will ich es gründlich überdenken. Und, eigentlich hatte ich diesen Blog unter dem Namen „TeggyTiggs“ ins Leben gerufen, um mich selber zu disziplinieren auf meinem Weg…der endlich, eigentlich (zum dritten Mal „eigentlich“) zum Rekapitulieren führen soll…
Mal schauen was kommt.

Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit!

Frankreich / Nuit debout / Nur mal so dahingeträumt 2

…mit Dank an thom ram…ich lebe im Süden Frankreichs mitten in der pampa und hier ist alles still…ich freue mich über die Menschen, die sich gegen Gesetzesänderungen wehren, die nur zu ihrem eigenen Nachteil ausfallen sollen…

bumi bahagia / Glückliche Erde

Weil die Pinocciomedien es verschweigen, verbreiten es Blogger, so auch ich. Seit Wochen sind in Frankreich Menschen auf der Strasse. Die Toleranzschwellen wurden übertreten. Die Menschen machen nicht mehr mit, und sie zeigen es.

Ich lese von Streiks, von Protesten, von Demonstrationen. Und ein Geschehen sticht mir besonders ins Auge, und dies aus zwei Gründen.

Ursprünglichen Post anzeigen 357 weitere Wörter

Was einen mit Nachbarn passieren kann

Alle Menschen in meinem näheren Umkreis, die ich grüße, mit denen ich ab und an ein paar Worte rede, über das Wetter und, „na, kommen denn Ihre Kinder diesen Sommer?“ usw., nenne ich meine Nachbarn. In diesem Sinne habe ich eine Nachbarin, die ich manchmal auch besuche. Sie lebt mit ihrem Mann zusammen, der doppelt so alt wie sie ist. Als der überneunzigjährige vor kurzem krank danieder lag, schaut ich immer mal wieder vorbei, um zu schauen, wie es ihm und ihr geht.

Nun ist er wieder obenauf. Da teilte sie mir mit, dass sie gerade die Flugtickets gekauft hat und für drei Monate wegfahren wird. Ob ich während der Zeit bei ihrem Mann saubermachen kann und ja, im Dorf fährt er noch selber Auto aber weiter weg nicht mehr…usw. Das bedeutet, ich müsse einkaufen fahren für ihn, ihn zum Arzt fahren, zur Apotheke und bei ihm wachen, sollte er wieder keine Luft bekommen usw. Ich muss etwas verblüfft geschaut haben, denn sie fragte, was ich dafür haben wolle… Noch bevor ich irgendwie antworten konnte, da ich erst einmal meinen heruntergefallenen Unterkiefer einfangen musste, klopfte es an die Tür und weitere Besucher kamen, die nach seinem Befinden sehen wollten. Das gab mir die Gelegenheit, mich erst einmal zu verabschieden.

Daraufhin rief ich sie an, um ihr zu sagen, dass ich die Pflege ihres Mannes während der drei Monate nicht übernehmen kann. Sie reagierte, in dem sie mir sagte, sie hätte solch Vertrauen zu mir gehabt! Das wäre keine Frage des Vertrauens, sagte ich. Worauf sie sagte, ich würde sie mit meiner Entscheidung traurig machen.

Ich bin immer noch verwundert. Eine Frau, die ihren sehr alten Mann, der gerade fast gestorben wäre, plötzlich drei Monate alleine lassen…und einer im Grunde Fremden überantworten will… Ich jedenfalls übernehme nicht die Verantwortung für diesen alten Herren, den ich nicht einmal wirklich kenne.

Riech die Erde und spür wie eine riesige Ruhe aufsteigt…

Zufällig traf ich auf diesen wundervollen Film, der das Leben zweier Menschen auf einem Bauernhof zeigt, wo noch nach herkömmlicher Art gewirtschaftet wird. Die Bäuerin nimmt den Zuschauer  mit zum Buttern, zum Sensen, zeigt, wie Garben gebunden werden, erklärt, wie sie Brot bäckt und lässt ihn bei der Geburt eines Kälbchens dabeisein. Es macht Freude zu sehen, wie sie dieses Leben, die Tiere und Pflanzen liebt.

…ein wunderschöner Tag!

Mit Beginn der Morgendämmerung werde ich wach. Die Vögel verabreden sich täglich neu, den Sonnenaufgang zu besingen. Sie jubilieren, als wollten sie sich gegenseitig übertreffen, als könnten sie durch ihr Singen die Sonne herbeirufen. Wer weiß das schon, vielleicht tun sie es ja. Vielleicht stünde die Erde plötzlich still, hörte auf sich zu drehen, würden die Vögel die Sonne nicht begrüßen. Das Lied der Erde selber soll wie Vogelgesang klingen und vielleicht singen Vögel, weil sie in das Lied der Erde einstimmen. …und dann ist sie da. Mit starkem Glühen schiebt Majestät sich über den Erdrand in die Höhe und schickt ihre roten Strahlen durch das feuchte Grün.

Allein gehe ich im Wald dahin und betrachte die sonnigen Flecken, wie sie von den Baumwipfeln heruntersinken und sich langsam dem Boden nähern. Blühendes Gras scheint flaumig weich zu sein. Ohne Wind schwanken nur vereinzelt Halme im Wiesenmeer. Feine Wölkchen treiben gemächlich am Himmel dahin. Gras, Vögel, ein kleiner Schmetterling, der durch Brombeergebüsch taumelt, Fliegen und Bienen…alle gehen ihren Beschäftigungen nach. Ich gehe zurück, versorge die Tiere und mache mir ein Feuer für den Morgenkaffee.

Während ich den Kaffee trinke, sitzt meine Lieblingskatze auf meinem Schoß und will gestreichelt werden. Frau Hornisse inspiziert meine Küche, findet alles rechtens und brummt zufrieden davon. Wir kennen uns seit Jahren und führen eine harmonische Nachbarschaft.