Sprachen lernen

…mein Leben lang war ich der festen Überzeugung, ich wäre völlig unfähig, Sprachen zu lernen. Ich hatte in der Schule so lange gute Noten, bis in der fünften Klasse Russisch auf dem Stundenplan stand. Die ersten zwei Wochen malte ich die neuen Buchstaben noch mit Begeisterung nach und fand es toll, dass aus „p“ nun „r“ wird und aus“m“ wiederum „t“…usw. Das war exotisch, fremd und interessant. Doch damit war die Lehrerin nicht zufrieden. Sie begann uns mit Deklinationen und Fällen zu quälen, was jegliches Interesse bei mir sofort zu Fall brachte und am Ende des Jahres die erste 4 auf dem Zeugnis.

Davon erholte ich mich nie wieder. Trotz endlos vielen Jahren Russischunterricht, lernte ich diese Sprache nie. Französisch ging dann etwas besser, doch bis heute ließ mich die Überzeugung nicht los, ich wäre völlig sprachunbegabt. Nun fand ich ein Video von Vera F. Birkenbihl in welchem sie Schülern erklärt, wie sie einfach und leicht Sprachen lernen können. Und was sie sagt, leuchtet ein.

Ich setze es sofort um…

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4 Kommentare zu „Sprachen lernen

  1. ich habs mir angehört, fast. In ihren einführenden Bemerkungen sagt sie einige richtige Dinge, zB dass man am Anfang langsam und mühsam und dann immer schneller lernt. Ich habe das in Bezug auf Griechisch so erfahren: erst betrachtest du das Haus von Außen und versuchst zu begreifen, wie es gebaut ist. Und plötzlich bist du drinnen, weißt selbst nicht, wie du da reingekommen bist, und alles erschließt sich von alleine.
    Dummerweise hat die Dozentin so viel Spaß am Quatschen, dass die armen Schüler ganz blöd im Kopf werden. Ich auch. Sie tut selbst, was sie kritisiert: sie spricht theoretisch „über“ das Sprachenlernen, anstatt es zu praktizieren. Außerdem finde ich die Wort-Wort-Übertragung schriftlicher Texte wenig hilfreich, um sprechen zu lernen, worauf es ja angeblich ankommt.

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    1. …sie vermittelt ja eigentlich keine Sprachen, sondern hat wohl selbst erfahren, dass es sich auf ihre Weise besser lernt als nach der Schulmethode…was mich überzeugt hat ist, dass man viel die Sprache hören sollte, nebenbei kann das die meiste Zeit laufen und was ich sympathisch finde, dass es nicht auf die Erfüllung von Regeln ankommt, sondern darauf, sich inhaltlich zu verständigen…und, dass man Schüler nicht kritisieren soll, solange sie mit dem Lernen der Grundlagen beschäftigt sind…

      …eine Wort-Wort-Übertragung hat mir auch wenig geholfen, da sich manche Sätze auf diese Weise nicht entschlüsseln…da kommt es bestimmt auf den Schwierigkeitsgrad der Texte an…

      …Griechisch stelle ich mir sehr schwer vor übrigens, ich nehme an, Du hast es im direkten Kontakt mit Griechen gelernt…

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  2. Das ist ja mal interessant. Ich hatte ja Schulenglisch, aber als der erste Amerikaner mich ansprach “ Hello, how are you, my Name is Wayne“ habe ich nichts verstanden. Erst durch die jahrelange Praxis, Sprechen, Lesen, Filme schauen, habe ich sehr gute Kenntnisse bekommen. Ich schaue mal weiter das Video…

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    1. …das Schulsprachlernprogramm ist einiges von der Wirklichkeit entfernt, vor allem berücksichtigt es nicht, dass es Spaß machen soll, Sprachen zu lernen…ist das heute besser als vor 40 oder 50 Jahren? …ich glaube nicht viel, denn meine Kinder lernten es noch so wie ich…

      Gefällt 2 Personen

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