Neue Mitbewohner…

Luise, Blanche-Neige und Brigitte sind da (von links nach rechts), hier zu sehen im Hochsicherheitstrakt ihres Aufenthaltsortes.Ich habe sie vor der sie erwartenden unterirdischen Käfighaltung gerettet.

Luise, Blanche neige und Brigitte.jpgIn dieser Gegend (Südfrankreich) Hühner zu halten erfordert Mut, einen unbeugsamen Willen, Schöpferkraft und eine große Portion Optimismus. Sie werden gleich von mehreren Erzfeinden angegriffen, verfolgt und erbarmungslos gefressen. Fuchs, Marder und Waschbären wollen ausgetrickst werden. Der Zaun muss also für die Marder kleinmaschig sein und möglichst hoch, für die Waschbären oben mit einer unübersteigbaren Vorrichtung versehen sein und für die Füchse unten fest verankert bzw. durch Blechpatten gesichert sein. Mit allen Feinden hatte ich hier schon zu kämpfen und nicht nur ich, auch mein Nachbar kann ein Lied davon singen.  Sogar menschliche Diebe hatten es schon auf mein Federvieh abgesehen…

Das war nicht immer so. In den guten alten Zeiten vor 25 Jahren liefen meine Hühner frei und lustig im Wald herum, entschieden selbst, wann sie aufstanden und schlafen gingen, denn ich brauchte ihren Stall nicht einmal zuzumachen. Es gab keine Hühnerfeinde. So konnte ich im Winter durchaus einige Wochen wegfahren, meine Hühner empfingen mich dick und fett und munter bei meiner Rückkehr. So waren die guten alten Zeiten…

 

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14 Kommentare zu „Neue Mitbewohner…

  1. Ja hier ist es ebenso, es gibt massenhaft Raubtiere aller Art, ein Hühnerstall muss ein Hochsicherheitstrakt sein und sogar von oben vergittert (die Kolkraben und vielen Raubvögel warten nur auf diese leichte Beute). Ich habe mittlerweile drei Hunde, damit nicht alle meine Katzen gefressen werden…Ich werde trotzdem einen Hühnerstall bauen 🙂

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    1. …ein wenig habe ich auch Bedenken wegen der Raben und Adler…aber letztere trauen sich wohl nicht so dicht an menschliche Behausungen ran und die Raben sind vielleicht durch den Zaun irritiert, der oben wackelig ist und nicht straff gespannt, da ich Baumstämme als Halterung verwendet habe…aber bei uns ist es noch nicht so schlimm, meine Katzen überleben bisher noch ohne Hund…ich frage mich jedoch, was diese Zunahme der wilden Tiere zu bedeuten hat, ist es der Ausgleich zur abnehmenden Wildheit der Menschen oder kündigt sie die nahe Abwesenheit des Menschen an…

      …gefällt mir, dass Du trotzdem einen Hühnerstall bauen willst…

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  2. Sieh mal an. Natürlich gibt es solche tierischen Hühnerfreunde (sie mögen Hühner) auch hier, und ab und zu gibt es Dramen, wenn der Marder kommt (der liebt das Kopfabbeißen),auch wildernde Hunde gibts, aber eine feste Einzäunung ohne Lücken zwischen Erdreich und Zaun reicht in der Regel, um das Federvieh zu schützen. Manchmal gibt es auch Hunde, die bei den Hühnern Wache schieben müssen, ihnen aber nichts tun. – In den Bergdörfern laufen die Hühner frei, dafür sind die Hunde angekettet, und wildernde Hunde, auch Füchse, werden vergiftet.

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    1. …dann habt Ihr sicher keine Waschbären…freilaufende Hühner sind freilich das beste…hier laufen die Hunde frei herum…nur Hunde, die Schafe reißen, werden sofort erschossen, auch Füchse haben sie schon viele erschossen, es gab davon so viel, dass sie die Straßen entlang liefen und bis in die Häuser kamen…die Jäger sind eine starke Zunft hier, da braucht es kein Gift…

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  3. Ich erinnere mich, daß Du vor ein paar Jahren schon Hühner gehabt hast, die dann aber der Fuchs geholt hat. Haben die Fuchs-, Marder- und Waschbärpopulationen so stark zugenommen in den letzten 25 Jahren, oder woran liegt das?

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