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Luise, Blanche-Neige und Brigitte sind da (von links nach rechts), hier zu sehen im Hochsicherheitstrakt ihres Aufenthaltsortes.Ich habe sie vor der sie erwartenden unterirdischen Käfighaltung gerettet.

Luise, Blanche neige und Brigitte.jpgIn dieser Gegend (Südfrankreich) Hühner zu halten erfordert Mut, einen unbeugsamen Willen, Schöpferkraft und eine große Portion Optimismus. Sie werden gleich von mehreren Erzfeinden angegriffen, verfolgt und erbarmungslos gefressen. Fuchs, Marder und Waschbären wollen ausgetrickst werden. Der Zaun muss also für die Marder kleinmaschig sein und möglichst hoch, für die Waschbären oben mit einer unübersteigbaren Vorrichtung versehen sein und für die Füchse unten fest verankert bzw. durch Blechpatten gesichert sein. Mit allen Feinden hatte ich hier schon zu kämpfen und nicht nur ich, auch mein Nachbar kann ein Lied davon singen.  Sogar menschliche Diebe hatten es schon auf mein Federvieh abgesehen…

Das war nicht immer so. In den guten alten Zeiten vor 25 Jahren liefen meine Hühner frei und lustig im Wald herum, entschieden selbst, wann sie aufstanden und schlafen gingen, denn ich brauchte ihren Stall nicht einmal zuzumachen. Es gab keine Hühnerfeinde. So konnte ich im Winter durchaus einige Wochen wegfahren, meine Hühner empfingen mich dick und fett und munter bei meiner Rückkehr. So waren die guten alten Zeiten…