Lüftchen, Wind, Sturm…

Der Nachmittag ist sanft und still. Aus den tiefen Wolken sinkt Niesel herab. Die Wolken über mir sind dennoch licht und halten mein Hoffen auf Sonne lebendig. Ab und an schaue ich nach oben und lausche den Vögeln, während ich den Zaun flechte.

Hinter den Bergen im Süden verdunkeln sich allmählich die Wolken und werden dicht wie eine hochliegende Platte aus Beton. Daher erreicht mich ein leises monotones Rauschen, das langsam an Stärke zunimmt bis es den Vogelgesang verdrängt. Dann steigt es über die Bergkuppen und lässt sich ins Tal gleiten. Der Sturm ist da.

Plötzlich, wo gerade noch Stille war, zerrt Wind an allen losen Teilen, biegt Bäume und lässt Äste krachen. Es wird unangenehm und ich ziehe mich zurück.

„Hauptursache für Wind sind räumliche Unterschiede der Luftdruckverteilung. Dabei bewegen sich Luftteilchen aus dem Gebiet mit einem höheren Luftdruck – dem Hochdruckgebiet – solange in das Gebiet mit dem niedrigeren Luftdruck – dem Tiefdruckgebiet –, bis der Luftdruck ausgeglichen ist.“ …steht bei Wikipedia. Auf rationale Weise lässt sich auch die Entstehung jedes Lebewesens erklären. Für mich hat Wind Bewusstsein, Charakter und eine Absicht…

Advertisements

7 Kommentare zu „Lüftchen, Wind, Sturm…

  1. Ich liebe den Wind sehr – als Gegenwind und als Rückenwind, als mächtige himmlische Stimme und als liebliches Flüstern, ich liebe das Rauschen, Sausen, Brausen des Sturms. Die Griechen – als altes seefahrendes Volk – haben für jede Windrichtung und Windstärke andere Ausdrücke, Götter, Geistwesen.
    Wind ist freier Atem der Welt, dessen Kraft sich mir mitteilt. Alles Kleinliche weht er davon.

    Gefällt 1 Person

    1. …das liest sich gut…und ich als eher nichtliebende des Sturms, wenn ich mir vorstelle, es gäbe keinen Wind, würde mir natürlich etwas fehlen…interessant aber nicht überraschend, dass Völker sich in ihren Sprachen und Mythen immer dem widmen, was für sie in ihrem Alltag Bedeutung hat…

      …wenn hier der Sturm über 100 hkm tagelang weht, manchmal über Wochen ab und wieder anschwillt, bin ich sehr froh, wenn er endlich andere Gefilde aufsucht…

      Gefällt 1 Person

      1. …es erstaunt mich ein wenig, aber es freut mich auch zu hören, dass so viele den Wind lieben…ich ziehe die Stille vor und der starke Wind hier ist immer laut, er übertönt alle anderen Geräusche…

        Gefällt mir

      2. …das Geräusch des Windes stört mich nie, es ist ja auch nicht dauerhaft, so wie das des Autobahnverkehrs, Tag und Nacht, furchtbar…

        Am schlimmsten sind Hundstage im Hochsommer ohne Wind!
        Die Hölle auf Erden…

        Gefällt 1 Person

    1. …da würdest Du Dich heir gut fühlen…ich mag den Wind gar nicht, vor allem, weil er so laut ist und alle anderen Geräusche übertönt, dann fühle ich mich immer ein Stück von meiner Umwelt abgeschnitten…aber es ist ja schön, dass es menschen gibt wie Dich, die den Wind lieben…

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s