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Der Nachmittag ist sanft und still. Aus den tiefen Wolken sinkt Niesel herab. Die Wolken über mir sind dennoch licht und halten mein Hoffen auf Sonne lebendig. Ab und an schaue ich nach oben und lausche den Vögeln, während ich den Zaun flechte.

Hinter den Bergen im Süden verdunkeln sich allmählich die Wolken und werden dicht wie eine hochliegende Platte aus Beton. Daher erreicht mich ein leises monotones Rauschen, das langsam an Stärke zunimmt bis es den Vogelgesang verdrängt. Dann steigt es über die Bergkuppen und lässt sich ins Tal gleiten. Der Sturm ist da.

Plötzlich, wo gerade noch Stille war, zerrt Wind an allen losen Teilen, biegt Bäume und lässt Äste krachen. Es wird unangenehm und ich ziehe mich zurück.

„Hauptursache für Wind sind räumliche Unterschiede der Luftdruckverteilung. Dabei bewegen sich Luftteilchen aus dem Gebiet mit einem höheren Luftdruck – dem Hochdruckgebiet – solange in das Gebiet mit dem niedrigeren Luftdruck – dem Tiefdruckgebiet –, bis der Luftdruck ausgeglichen ist.“ …steht bei Wikipedia. Auf rationale Weise lässt sich auch die Entstehung jedes Lebewesens erklären. Für mich hat Wind Bewusstsein, Charakter und eine Absicht…