Schlagwörter

,

Montag, 21. März

Es ist kurz nach 6, als ich aufwache. Ein Solosänger singt schon vor meinen Fenstern seine Arien. Es ist also heller als gestern, schlussfolgere ich und tatsächlich, als ich aus dem Fenster schaue, sehe ich einen hellen Streifen Licht über den Bergen liegen. Auch im restlichen Himmel klaffen einige Löcher. Die Vögel jubilieren.

Während ich Kaffee trinke, lösen sich die Wolken langsam auf. Der Lichtstreifen über dem Horizont verbreitert sich und vereint sich mit den größer werdenden blassblauen Flecken darüber. Einige lose Wölkchen erhalten einen rosagelben Schimmer.

Ich spüre, wie Freude durch meinen Körper und Gemüt ziehen. Es ist noch keine 7, als der erste Schwertransporter die schmale, kurvige Straße entlangdonnert. Das hat es früher hier nicht gegeben. Es gab nur wenig Autoverkehr und größere Fahrzeuge fehlten völlig. Über die Berge zieht sich Sonnenlicht und die ersten Strahlen erreichen den Garten. Ich bin begierig hinabzugehen und selber in der Sonne zu sein. Das Meditieren fällt aus. Vielleicht später.

Himmel1.jpg