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„Wenn die Menschen in Angst leben, ist ihr Leben nicht allzu lebendig. Angst verkrüppelt und lähmt. Angst kappt dir deine Wurzeln. Sie erlaubt dir nicht, zu deiner vollen Größe emporzuwachsen und dein vollständiges Sein zu erlangen. Sie hält die Menschen klein und spirituell unterentwickelt. Um dich zu deiner Bestimmung zu entwickeln bedarf es großen Mutes, bedarf es der Angstfreiheit – und Angstfreiheit ist eine wahrhaft religiöse Eigenschaft.

Sobald du die Grenze des Bekannten überschreitest, taucht die Angst auf, denn dort beginnt die Unwissenheit. Jetzt weißt du nicht mehr, was du zu tun oder zu lassen hast. Jetzt bist du nicht mehr so selbstsicher, denn du kannst Fehler machen und in die Irre gehen. Diese Angst hält die Menschen an das Bekannte gefesselt. Wenn aber ein Mensch nur noch am Bekannten festhält, ist er bereits gestorben.
Das wahre Leben kann nur auf gefahrvolle Weise gelebt werden. Eine andere Art zu leben gibt es nicht. Nur durch die Gefahr gelangt das Leben zu Wachstum und Reife. Man muss ein Abenteurer sein, immer bereit, das Bekannte für das Unbekannte aufs Spiel zu setzen. Und wenn du erst einmal die Freuden der Freiheit und der Angstlosigkeit gekostet hast, wirst du es nie bereuen. Dann weißt du, was es heißt, maximal zu leben….Ein einziger Augenblick von solcher Intensität bringt eine größere Erfüllung als die ganze Ewigkeit eines mittelmäßigen Lebens.“

(aus dem Buch „Angst – die Unwägbarkeiten des Lebens verstehen und annehmen“ von Osho)