Stell Dir einen Moment der Freude vor und…

…atme die Freude ein:

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Selbstversuch: Haare pflegen ohne Chemie

Es ist an der Zeit, dass ich von meinem Experiment berichte, meine Haare nicht mehr mit Shampoo zu waschen. Vor drei Wochen wusch ich sie das erste mal mit Natron, das heißt, mit normalem Backpulver. Während sie die ersten Tage noch normal aussahen, nahmen sie danach zunehmend ein merkwürdiges Aussehen an, eher stumpf und strohig, später dann zunehmend fettig. Auch weitere Wäschen mit Natriumbicarbonat änderten nichts daran. Also setzte ich Mützen auf mein nachdenkliches Haupt. Ich war entschlossen, nicht so einfach aufzugeben und strickte weitere Mützen. Glücklicherweise hielten sich die Temperaturen noch in Grenzen, doch irgendwann würde ich eine Mütze auf dem Kopf nicht mehr ertragen können.

Im Internet finden sich die verschiedensten Selbstversuche, Waschen mit Natron, mit Roggenmehl, mit Heilerde, sogar Waschen mit Asche fand ich. Es ist toll, wie experimentierfreudig viele sind und dass jeder die Möglichkeit hat, an den Selbstversuchen anderer teilzunehmen, um für sich die passende Variante herauszufinden.

Irgendwie musste eine brauchbare Alternative für meine Haare her, sie blieben nach einer Natriumbicarbonatbehandlung unansehnlich. Auch eine anschließende Spülung mit Essigwasser änderte daran nichts. Ich fand, dass drei Wochen ohne Shampoo schon eine lange Zeit waren und bereitete eine Lösung aus Holzasche vor, um es damit zu versuchen. Dann schenkte mir mein Nachbar gestern Eier seiner glücklichen Hühner. Da ein Ei auf dem Kopf Haar und Kopfhaut nährt, trug ich eines also auf und ließ es 20 Minuten einwirken. (Mit einer Gabel schlug ich ein Eigelb und Eiweiß in einer kleinen Schüssel und rieb es mir dann in die Haare.) Schon beim anschließenden Ausspülen waren die Haare weich und angenehm. Danach wusch ich sie trotzdem noch mit Natron und spülte mit Essig nach. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Haare sind weich und glänzend und fühlen sich gut an. Vielleicht reicht ein Ei, um die Haare zu nähren und zu säubern? Jedoch fände ich es besser, ein Mittel zu verwenden, das man nicht auch für die Ernährung benutzen kann.

Ich werde weiter experimentieren, es zunächst noch mit Natron versuchen, denn vielleicht sind die Anfangsschwierigkeiten ja nun überwunden. Die über sechzig Jahre währende chemische Behandlung muss das natürliche Verhalten der Haare geschädigt haben. Die Alternative mit Ei kann probiert werden und dann auch die bei mir reichlich anfallende Holzasche. Bei meiner Suche im Netz stieß ich noch auf eine Variante mit Efeublättern und Rosskastanienfrüchte, mit welchen man auch Wäsche waschen kann. Es warten noch viele Versuche darauf, ausprobiert zu werden…

Erfahrungsbericht Ölziehen

Seit gut einem Jahr praktiziere ich das morgendliche Ölziehen.

Das bedeutet, täglich sofort nach dem Aufstehen nehme ich einen Esslöffel Öl in den Mund und ziehe und presse diesen durch meine Zähne und Zahnlücken, ganze 20 Minuten lang. Man kann jedes gute Bioöl dazu verwenden. Ich bevorzuge Olivenöl, aber Sesam- und Sonnenblumenöl habe ich auch schon probiert. Jeder nehme, was ihm am besten gefällt. Hier ein Link: http://www.fitforfun.de/beauty-wellness/gesundheit/oelziehen-gesund-und-schoen-durch-oelziehen-158601.html

In diesem Artikel ist die Rede von einem Teelöffel Öl, in anderen Anleitungen von einem Esslöffel. Ich selber nehme einen Esslöffel.

Die Ergebnisse dieser Methode sind so überzeugend, dass ich es nur empfehlen kann. Während des letzten Jahres streifte mich nicht ein einziges Mal eine Krankheit oder nur der Anflug davon. Nun habe ich sowieso eine robuste Gesundheit, doch ab und ab traf mich ein Virus oder eine Grippewelle, so dass ich verschnupft war oder Halsschmerzen hatte. Seit einem Jahr bin ich völlig frei davon. Selbst wenn alle um mich herum husten und schnupfen, greift es nicht auf mich über.

Außerdem gewinnen meine Haare langsam ihre Farbigkeit zurück. Vorher waren sie schon fast weiß, inzwischen kann man sie wieder als grau bezeichnen. Und, was ich erstaunlich finde, sie fallen nicht mehr aus. Das ganze Leben lang hatte ich unter Haarausfall zu leiden und immer dünne Haare gehabt. Inzwischen sind sie gut nachgewachsen und sehr kräftig geworden.

Es fiel mir anfangs nicht leicht, das Öl 20 Minuten im Mund zu behalten und manchmal musste ich es vorher ausspucken. Man gewöhnt sich aber schnell daran. Auch fragte ich mich, was ich während der 20 Minuten denn tun könne, es ist doch eine relativ lange Zeit, vor allem morgens bei Tagesbeginn. Ich räume auf, wasche Geschirr vom Vortag ab oder schaue ins Internet, alles Tätigkeiten, bei denen ich das Öl im Mund hin und her bewegen kann. Insgesamt bin ich durchweg überzeugt vom Ölziehen, ein rundum gelungener Versuch, den ich nur weiter empfehlen kann.

 

 

Geschenk der Nacht

Sonnabend, 26. März

Gegenhalb zwei werde ich wach. Hellwach. Nachdem ich mich noch einige Male im Bett gedreht habe, stehe ich auf. Die Nacht ist hell und still. Der Sturm der letzten Tage hat sich zurückgezogen. Ein noch recht voller Mond scheint über einer gleichmäßigen Wolkendecke und das Rauschen des Flusses zieht zu mir herauf. Von den Bergen her ruft eine Eule.

Die Nacht hat einen eigenen Klang. Sie ist auf ihre Art ruhig und bewegt, insichgekehrt und unerreichbar, anders als ein stiller Tag. Ich verstecke das Ticken des Weckers, das das gleichmäßige Strömen der Zeit in kleine Stücke hacken will, unter der Decke.

Dann mache ich Feuer und setze mich daneben. Es lässt die trockenen Äste zerfallen, indem es ihnen ihre Energie entlockt. Wie ein letzter Gruß ihres abgestorbenen Lebens lodern die Flammen und bringen das Kaffeewasser zum Kochen. Ich bin unendlich dankbar, für diese Nacht, für das Feuer, das zu Asche zerfallende Holz, für den Ruf der Eule durch die Stille und für den Kaffee.

Gegen vier kommt ein sanfter, kühler Wind auf, so schüchtern, als wolle er nicht stören. Ich setze mich zum Meditieren.

„…du sitzt im Garten und stellst dir einfach vor, dass du verschwindest. Betrachte einfach die Welt wie sie aussieht, wenn du nicht mehr vorhanden bist, wenn du vollkommen transparent geworden bist. Versuche einfach, eine einzige Sekunde nicht zu sein…Oder sei in der Wohnung, als wärest du nicht da…“

(Meditation von Osho, aus dem Buch „Reife – sei was du bist“ von Osho)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die schönen Tage sind da…

…steht dort auf dem Schild:

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Ich halte mich nur gezwungenermaßen in diesen Gegenden auf, wo zwischen riesigen Parkplätzen und Werbetafeln große Verkaufshallen stehen, billig gebaut und hässlich. Solche Gebeite umrunden Perpignan und sind mitschuld am Ladensterben in der Innenstadt. Hier gibt es alles billiger, manches billiger als die Hälfte. Hier hat sich auch mein Autoschrauber  installiert. Gestern tauschte er Stoßdämpfer und Coupelle (da fehlt mir jetzt die deutsche Übersetzung) auf beiden Seiten komplett aus und berechnete mir für die (gebrauchten) Teile und die Arbeit insgesamt 120€. Zudem sind die Leute dort sehr freundlich und entgegenkommend. Ich nenne den Chef Hassan, denn er kommt aus dem arabischen Raum.

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…und dann, schnell wieder weg hier…

Freude

Montag, 21. März

Es ist kurz nach 6, als ich aufwache. Ein Solosänger singt schon vor meinen Fenstern seine Arien. Es ist also heller als gestern, schlussfolgere ich und tatsächlich, als ich aus dem Fenster schaue, sehe ich einen hellen Streifen Licht über den Bergen liegen. Auch im restlichen Himmel klaffen einige Löcher. Die Vögel jubilieren.

Während ich Kaffee trinke, lösen sich die Wolken langsam auf. Der Lichtstreifen über dem Horizont verbreitert sich und vereint sich mit den größer werdenden blassblauen Flecken darüber. Einige lose Wölkchen erhalten einen rosagelben Schimmer.

Ich spüre, wie Freude durch meinen Körper und Gemüt ziehen. Es ist noch keine 7, als der erste Schwertransporter die schmale, kurvige Straße entlangdonnert. Das hat es früher hier nicht gegeben. Es gab nur wenig Autoverkehr und größere Fahrzeuge fehlten völlig. Über die Berge zieht sich Sonnenlicht und die ersten Strahlen erreichen den Garten. Ich bin begierig hinabzugehen und selber in der Sonne zu sein. Das Meditieren fällt aus. Vielleicht später.

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