Minimalismus

Freitag begann ich mit einer ganz gewöhnlichen, simplen Reinigung der Wohnung, da ich Besuch erwartete. Da der Besuch auf sich warten ließ, ging ich zur Tiefenreinigung über und begann, meinen Schrank auszumisten. Einmal in Fahrt gekommen, konnte ich mich nicht mehr bremsen und entrümpelte, was das unnötige Zeug hielt. Auch nach der Besuchszeit machte ich gleich weiter. Es gab kein Halten, gefüllte Mülltüten standen zum Abtransport für den Kleidercontainer auf der Treppe…

Abends dann schaute ich ins Netz und fand, ich bin nicht allein auf der Welt mit meinem Bestreben, Unnötiges aus der Wohnung zu entfernen:

Heute Morgen dann ging ich mehrmals zwischen Wohnung und Container hin und her. Teller, Gläser, Bilderrahmen usw., was ich nicht mehr brauche, stelle ich neben den Kleidercontainer. Ich weiß, dass so manch einer dankbar sein wird für einen Fund. Und ich fühle mich wirklich befreit. Gleich mache ich weiter. Obwohl ich nicht glaube, wie Reiner Langhans leben zu können und auch nicht zu möchten, mal schauen, wie weit ich komme.

 

 

 

 

 

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28 Kommentare zu „Minimalismus

  1. Das Entrümpeln gibt wirklich Freiraum, Luft zum Atmen. Geht bei mir immer schubweise so eine Aktion 😉 … Ich muss, glaub ich, zwischendurch immer schaun, inwieweit es sich noch gemütlich anfühlt. Denn das ist ein Gefühl, das ich brauche. Deshalb würde ich auch nie soweit wie Langhans gehen…aber eventuell ist das auch nur ein Frauending, diese gemütliche 😉

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    1. …unbedingt muss man sich wohlfühlen! …also gemütlich so wie geht…

      …wenn das Innere das Äußere dann nicht mehr so braucht, kann man sich unter der Eiche an der Quelle ohne irgend was wie im Paradies fühlen, aber erst wenn es sich authentisch so anfühlt…

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    1. …okay…es muss ja nicht der sich in der Öffentlichkeit weidende Mensch sein…mir gefällt die Idee, sich auf das Notwendigste zu beschränken in materieller Hinsicht, weil mir scheint, es öffnet den Geist für mehr Nichtmaterielles…da ich sowieso schon nicht viel habe, gibt es meiner Lebensphilosophie noch einmal etwas Auftrieb…

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  2. Mich packt öfter so ein Rappel.
    Als Minimalismus würde ich es nicht bezeichnen, aber ich miste gerne aus, um mehr Luft zu haben, oder auch um Platz für evt. was Neues zu schaffen.
    Auf manche, sogar viele, Dinge könnte ich gut verzichten, also es würde mich nicht ärgern, wenn sie plötzlich weg wären, aber ausmisten tu ich sie doch nicht, weil ich sie mag.

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    1. …ich merke gerade, dass mich die Dinge alle binden…mit ihren Erinnerungen und Gewohnheiten…und ich stelle mir vor, frei zu sein von alledem…und ich bemerke, dass ich an mancher Erinnerung haften will! …dass es mir gefällt, nicht loszulassen…

      …doch tatsächlich, jeder entfernte Gegenstand tut mir gut…

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      1. Kann ich verstehen….
        Bei mir sind es eher Dinge, die es mir leichter machen, da kann ich mich schwer von trennen…ich habe mich lange genug abgequält…
        auch Klamotten habe ich relativ viele, wobei andere mir sagen, es sei nicht viel, egal, ich vergesse sehr viel durch mein verzuckertes Hirn und ich vergesse auch zu waschen etc….da ist es gut, wenn ich was zum Greifen habe…

        Es fühlt sich für mich nicht so an, als ob diese Dinge mich binden, da bin ich froh darüber….binden tu ich mich eher mit Gedanken an etwas als mit Gegenständen….und da ich nicht mehr vorhabe, auszuwandern oder umzuziehen, ist es auch nicht so schlimm, wenn es ein bissel mehr ist, was es mir leichter macht…

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      2. …wichtig ist ja, dass jeder es so macht, wie es ihm gut tut, alles andere macht keinen Sinn, es gibt keine Rezepte für alle, nur Anregungen…und es ist total richtig, wenn Du das hast, was Du eben für notwendig hältst und was Dir das Leben erleichtert, das wäre auch dann richtig, wenn Du zwölf Kleiderschränke hättest…grinszwinker…

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      3. Ich dachte früher auch, dass es so einfach ist, aber jetzt erlebe ich, dass es gar nicht einfach ist….zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust…
        Auf der einen Seite der Minimalismusgedanke, auf der anderen Seite die gesundheitlichen Einchränkung, die das ganz gehörig verhindern…
        und letztlich bleibt das „guttun“ irgendwie auf der Strecke…

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      4. …das weiß man nie, es soll Leute geben, die für die Erleuchtung nur drei Minuten brauchen…also auch Du kannst sofort in Deiner Idealvorstellung leben…wir sollten uns nicht immer wieder selber begrenzen…

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      5. Wenn es nur die Erleuchtung wäre…

        Ich wollte den Minimalismus in mein Leben bringen, ich fand es sinnvoll und richtig, und als ich begann, auszumisten, kam eine Krankheit nach der anderen und ich brauchte mehr und mehr Dinge, um halbwegs zurecht zu kommen….der Minimalismus gehörte für mich zu der Idealvorstellung meines Lebens….und das konnte ich schon knicken…und so ist es mir mit noch einigen Vorhaben ergangen…

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      6. …irgend etwas Gutes lässt sich jeder Situation abgewinnen…mir fällt gerade nichts ein, vielleicht liegt es darin, dass eine Vorratshaltung an Kleidung und Essen sinnvoll in Notzeiten ist…

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      7. …vielleicht bist Du zu faul dazu und wie Du ja weißt, ist Faulheit eine gute, sinnvolle Eigenschaft, die dem Stress vorbeugt und der Lustentfaltung dient, wenn infolge langen Faulseins sich das Verlangen nach einer Tätigkeit regt…

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  3. Ich brauche eigentlich nur mein Handy und meine externe Festplatte. Würde ich auch im Brandfall als einziges retten 😉 Ich finde auch je mehr man besitzt umso gebundener ist man. Mit meinem Handy und der Festplatte im Rucksack + Kosmetikartikel + Klamotten könnte ich die ganze Welt bereisen.

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    1. …das hört sich sehr gut an…aber wozu brauchst Du Kosmetik? ….nichts als Schminke, Maske, die einen wirklichen Kontakt verhindern kann?

      …die Frage was ich wirklich brauche beschäftigt mich schon länger…da bleiben Feuer, Messer, Regenschutz, Trinkbecher, mit dem man auch kochen kann…und vielleicht ein warmer Pullover…

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      1. …achsooo…ich habe schon überlag, auch Shampoo wegzulassen, aber noch keine wirklich gute Alternative gefunden…Zahnpasta habe ich schon durch gesättigte Salzlösung ersetzt, was meinem Mund besser bekommt als diese chemische Pasta…

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  4. Witzig, gestern abend noch mit einem Freund über das entrümpeln, trennen, und loslassen gesprochen. Er trennt sich jetzt auch von Klamotten die seit 5 Jahren ungetragen im Schrank hängen und was ihm bestimmt sehr gut tun wird von seiner Ex Frau im Sinne von, ich lasse die Vergangeheit ruhen und blicke nach vorne.

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