Vom Sinn und Wert von Faulheit und Verweigerung

…hier möchte ich einen Vortrag mit Euch teilen, über den Sinn von Faulheit, von Nichttun und darüber, welch eine Leistung es ist, seinlassen zu können:

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Minimalismus

Freitag begann ich mit einer ganz gewöhnlichen, simplen Reinigung der Wohnung, da ich Besuch erwartete. Da der Besuch auf sich warten ließ, ging ich zur Tiefenreinigung über und begann, meinen Schrank auszumisten. Einmal in Fahrt gekommen, konnte ich mich nicht mehr bremsen und entrümpelte, was das unnötige Zeug hielt. Auch nach der Besuchszeit machte ich gleich weiter. Es gab kein Halten, gefüllte Mülltüten standen zum Abtransport für den Kleidercontainer auf der Treppe…

Abends dann schaute ich ins Netz und fand, ich bin nicht allein auf der Welt mit meinem Bestreben, Unnötiges aus der Wohnung zu entfernen:

Heute Morgen dann ging ich mehrmals zwischen Wohnung und Container hin und her. Teller, Gläser, Bilderrahmen usw., was ich nicht mehr brauche, stelle ich neben den Kleidercontainer. Ich weiß, dass so manch einer dankbar sein wird für einen Fund. Und ich fühle mich wirklich befreit. Gleich mache ich weiter. Obwohl ich nicht glaube, wie Reiner Langhans leben zu können und auch nicht zu möchten, mal schauen, wie weit ich komme.

 

 

 

 

 

Aufruf der Hopi – Indianer an die Menschheit

- Schamanische Heilkunst -

Aufruf der Hopi – Indianer an die Menschheit

Wir befinden uns in einem reißenden kosmischen Fluss.
Dieser ist so stark und mächtig,
dass ihn viele Menschen fürchten werden.
Sie werden versuchen, sich am Ufer festzuhalten.
Sie werden auch das Gefühl haben,
auseinander gerissen zu werden und
werden aus diesem Grund auch sehr leiden.

Wisse, dass der Fluss seine Absicht und sein Ziel hat.
Die Weisen der Hopi-Indianer rufen dazu auf, sich vom Ufer loszulösen
und in die Mitte des Flusses reißen zu lassen.

Wir sollen unsere Häupter über dem Wasser halten,
um den Blick für jene freizuhalten, die wie wir selbst
mit Vertrauen und Freude im Flusse treiben.
In dieser Zeit sollten wir nichts persönlich nehmen
und auf uns alleine beziehen. Tun wir das dennoch,
beginnen unsere spirituelle Reise und unser Wachstum zu blockieren.

Die Zeit des einsamen Wolfes ist vorbei.
Orientiert euch an der…

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Schöne deutsche Sprache

Ich bin immer wieder fasziniert von der Tiefgründigkeit der deutschen Sprache und frage mich, wenn ich der Bedeutung der Worte nachgehe, wer diese denn erfunden bzw. sie auf so kluge Weise in den Sprachschatz aufgenommen hat. Geschah dies bewusst oder gefühlt vom Unterbewusstsein gesteuert?

Betrachte ich beispielsweise das Wort „Dasein“, fällt mir auf, dass mein Dasein nicht für mein Hiersein steht. Was mein Dasein ausmacht, ist das äußere Leben, der Beruf und die Tätigkeit, die Lebensform, familiäre Situation, Hobbys, die gesundheitliche Verfassung. Das ist aber nicht gleich hier, sondern irgendwo anders. Was ich da bin, muss ich nicht hier sein. Es liegt ein nicht näher erklärter Unterschied zwischen beiden Orten. Wenn mein äußeres Leben mein Dasein charakterisiert, was steht dann aber für mein Hiersein? Das heißt, mein Dasein, kann völlig verschieden von meinem Hiersein sein und sagt im Grunde nichts über mich aus. Ich bin verblüfft, denn das hatte ich nicht erwartet. Das Dasein zeigt die Hülle eines Menschen, die er wie ein Kleidungsstück ablegen kann.

„Information“ hatte ich lange Zeit – ohne weiter darüber nachzudenken – für ein ursprüngliches Fremdwort gehalten, bis mir bewusst wurde, dass sich darin in-Form-bringen verbirgt. Information ist also das, was etwas in Form bringt, was sich in einer Form ausdrückt. Es ist das, was vor der Vergegenständlichung da sein muss, eine Idee, ein Geist, ein Gefühl, was sich in oft mit Hilfe der Menschen materialisiert. Jeder materieller Erscheinungsform geht eine nichtmaterielle Energie voraus und diese Energie bezeichnen wir mit Information.

Informationen sind also auch für unseren Fortschritt verantwortlich. Doch wovon schreiten wir fort, wenn wir Informationen umsetzen? Das Wort „Fortschritt“ besagt, dass wir uns fortbewegen. Für eine Fortbewegung gibt es einen Ausgangspunkt, zu dem ein immer größerer Abstand eingenommen wird. Während das Ziel meistens erkennbar ist, wird der Ausgangspunkt, der Urgrund, der ein Fortschreiten möglich machte, vergessen. Was ist das also, wovon sich die Menschheit entfernt?

Information beeinflusst den Fortschritt, der unser Dasein bestimmt.

Will ich dann lieber keine Informationen, die mich von von einem Urgrund hin zu einem Dasein entfernen, das nicht viel mit mir zu tun hat?

Regen oder nicht

Verhält sich das Wetter wie gewohnt, dann beginnt es mit Beginn der Weinernte zu regnen. Der ganze Herbst geht mit einigen Hochwassern einher. Manchmal verlaufen diese sanft, Flüsse und Bäche steigen langsam an und treten nur verhalten über ihre Ufer. Dann wieder brechen die Fluten über ihre angewiesenen Betten hinaus, reißen Zäune um, verändern ihren Lauf, korrigieren Straßen, bringen Mauern zum Einstürzen und reißen Autos, Wohnwägen und unvorsichtige Menschen mit. In der Vorweihnachtszeit sind alle Wasserreservoire aufgefüllt und die kleinen Quellen laufen, so auch mein Trinkwasserbach.
Nicht so in diesem Jahr. Der Herbstregen blieb aus. Bis auf einige wenige Schauer versagte der Regen seinen Dienst. Der Fluss, welcher sich hier durch das Tal schlängelt, führt weniger Wasser als im Sommer, die kleinen Bäche und Quellen laufen alle nicht. Ich halte im Internet nach Regenritualen Ausschau, finde aber nichts Brauchbares. Regenmacher in Afrika versöhnen sich mit dem Regen, indem sie die Menschen wieder in Harmonie bringen. Dabei wird das ganze Dorf mit einbezogen. Die Leute hier sind dessen nicht gewohnt. Sie würden mich ernsthaft für verrückt erklären, würde ich sie zu einem Regenritual auffordern, indem wir gemeinsam mit Rasseln um ein Feuer springen. Selbst einige Menschen, die mir näher stehen, haben nicht diesen unbedingten Zugang zur Natur. Ich bin also auf mich gestellt.
Am Sonnabend, während ich im sommerwarmen Sonnenschein stand, sprach ich mit meinem Quellbach. Zu diesem Gewässer habe ich die innigste Verbindung. Seit Jahren versorgt er mich im Winter und Frühling mit dem besten Trinkwasser und seit Jahren spreche ich mit ihm, indem ich mich für sein Wasser bedanke und ihn segne. Ab und an beschenke ich ihn mit kleinen Kupfermünzen. Dass er meine Dankbarkeit durchaus versteht und schätzt, bewies er mir letztes Jahr mit dieser Geste:

Herz 2.jpg

Als ich wie gewohnt morgens mein Wasser holen wollte, zeigte er mir sein Herz. Hier noch ein wenig deutlicher:

Herz.jpg

Ihn konnte ich also fragen, was zu tun ist. Ich faltete meine Hände, sprach ihn an und erklärte unsere Not, die des Bodens, der Pflanzen und schließlich seine eigene. Nicht weiter verwundert darüber, erhielt ich die Antwort, es müsse regnen. Ich fragte weiter, was ich tun könne, damit es regnete. Daraufhin schwieg er. Nicht wissend, was ich sonst tun könnte, richtete ich meine Bitte um Regen angesichts des trockenen Bachbettes gen Himmel, der knallblau strahlte. Mein Inneres trug schwere Zweifel, ob diese Bitte erhört würde.
Heute am Sonntag gegen 6 erwachte ich durch das Pladdern des Regens auf das Dach. Es regnete. Mit der Dämmerung begannen einige Vögel zu singen. Ein gutes Zeichen, denn wenn die Vögel während des Regens singen, wird dieser fortdauern. Regnet es nur kurz, warten sie mit ihrem Gesang, bis der Regen vorbei ist.

Es regnete bis gegen Mittag, immerhin. Heute am  Montag erfreute uns wieder die Sonne.

Über Wölfe, Hunde und Menschen

Es ist bekannt, dass Wölfe ein ausgeprägtes Sozialverhalten haben. Doch worauf begründet sich ihr Zusammenhalt? Er begründet sich darauf, dass sie gemeinsam jagen, gemeinsam jagen müssen, um in schweren Zeiten überleben zu können. Aus dieser Notwendigkeit folgt, dass sie sich umeinander kümmern, miteinander kommunizieren und, jedem Wolf wird als Mitglied der Gruppe sein Platz zugewiesen und die Sicherheit seiner Ernährung. Der stärkere Wolf wird seine Beute teilen auch dann, wenn er diese allein erlegt hat, denn er weiß, er benötigt die anderen in schwereren Zeiten für das eigene Überleben.

Anders sieht es bei Hunden aus, die einzeln bei ihren „Besitzern“ leben. Diese stehen in Konkurrenz miteinander und teilen ihr Fressen nicht. Kann es sein, dass die Vereinzelung der Menschen diese sich wie Hunde verhalten lässt?

In einer Gesellschaft, in der jeder unabhängig vom anderen seinem Nahrungserwerb nachgeht, ist ein Teilen nicht mehr nötig. So wacht bei den Menschen ein von der gesellschaftlichen Ordnung geregelter Egoismus darüber, dass einer dem anderen nichts abgibt und die Arroganz der Habenden hält diese Ordnung aufrecht. Sie leben in dem festen Glauben, sie sind besser als die, die weniger haben als sie selbst und aus diesem Grund brauchen sie nicht teilzuhaben an der Situation der in ihren Augen weniger besseren.

Professor Jack D. Forbes schreibt in seinem Buch „Columbus and the other Cannibals“ folgendes: „Eine der wichtigsten Eigenschaften der Charakterisierung der wirklich bösen und extremen Form von Wetiko ist Arroganz. (Wetiko ist der von den Cree-Indiandern schon vor Jahrhunderten geprägte Ausdruck für eine Person, deren Geist vom Teufel befallen ist und die andere terrorisiert. Den Cree war bekannt, dass es sich um eine ansteckende Geisteskrankheit handelt.) In ihrer ausgewachsenen Form sind die von Wetiko befallenen arrogant und von ihrer selbst behaupteten, eigenen Bedeutung regelrecht aufgeblasen. Als Instrumente des Bösen sind von Wetiko Befallene arrogant, ignorant und selbstgerecht davon überzeugt, dass sie allein im Besitz der Wahrheit sind und für das höchste Gut arbeiten. Es ist so, als wären sie nicht in der Lage zu erkennen, dass das, was sie tun, böse ist, als seien sie nicht in der Lage, zu bemerken, dass ihre Handlungen alles andere als gut sind.“ Forbes kommt zu dem Schluss: “Wie dem auch sei, die Wetiko-Krankheit, die Krankheit der Ausbeutung, wurde als ansteckende Krankheit in den letzten mehreren tausend Jahren verbreitet. Und als ansteckende Krankheit, gegenüber der die meisten Impfstoffe wirkungslos sind, wird es mit der Zeit schlimmer statt besser. Mehr und mehr Menschen stecken sich an, an immer mehr Orten, und sie sind zu wahren Lehrern der Jugend geworden. Die Wetiko-Kultur wird ihr sowohl zu Hause als auch in der Schule beigebracht, wo Menschen Diplome und Auszeichnungen für die Art und Weise verliehen werden, in der die Wetiko-Welt funktioniert, und somit werden sie akkreditiert und ermächtigt, ihr korruptes Verhalten immer umfassender zu verbreiten.“
(Quelle: http://realitysandwich.com/75652/greatest_epidemic/. Ich entnahm dieses Zitat dem Buch „Der verratene Himmel“ von Dieter Broers.)