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…und endlich begreifen wird, wem er die Zügel für sein Dasein überlassen hat, einem falschen und lügendem Geist, der ihn zum Sklaven werden ließ und ihn in der Sklaverei hält…
Der Mensch hat keine Begrenzungen, und wenn er sich dessen eines Tages bewusst wird, wird er auch hier in dieser Welt frei sein. Ich weiß nicht wann, aber ich weiß, dass viele in diesem Jahrhundert gekommen sind, um Künste und Wissenschaften zu entwickeln und den Samen einer neuen Kultur zu pflanzen, die unerwartet und plötzlich erblühen wir; und zwar dann, wenn die Macht sich vorgaukelt, gewonnen zu haben.“

(Giordano Bruno, das Zitat ist dem Buch „Der verratene Himmel“ von Dieter Broers entnommen)

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Neben den Vorzügen eines offenen und suchenden Geistes besaß Giordano Bruno (geboren 1548 in Nola, als Ketzer verbrannt am 17. Februar 1600 in Rom) das Talent, sich überall unbeliebt zu machen, so dass er viele Jahre seines Lebens damit verbrachte, von einem Ort zum anderen zu fliehen und auf diese Weise halb Europa bereiste.

Er war ein italienischer Priester, Dichter, Philosoph und Astronom. Er wurde durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und vom Gouverneur von Rom zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Am 8. Februar 1600 wurde das Urteil des Heiligen Offiziums verlesen. Außerdem wurden alle seine Schriften verboten, seine Werke sollten öffentlich zerrissen und verbrannt werden. Bruno reagierte auf das Urteil mit seinem berühmt gewordenen Satz: „Mit größerer Furcht verkündet ihr vielleicht das Urteil gegen mich, als ich es entgegennehme.“
Seine Bücher wurden auf den Index der verbotenen Schriften gesetzt, wo sie bis zu dessen Abschaffung 1966 im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils blieben.

Bruno verband die These, dass Gott allem innewohne, mit dem Glauben, dass die Realität der Vorstellung entspringe. Damit nahm er die Gedanken von Gottfried Wilhelm Leibniz und Baruch de Spinoza vorweg. In seiner Schrift „De l’Infinito, Universo e Mondi„ („Über die Unendlichkeit, das Universum und die Welten“) erklärte er die Sterne damit, dass sie wie unsere Sonne seien, dass das Universum unendlich sei, es eine unendliche Anzahl von Welten gebe und diese mit einer unendlichen Anzahl intelligenter Lebewesen bevölkert seien.
(nach Wikipedia)