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„Komm Es, löse dich von dem Anblick, wir wollen zur Landung ansetzen“, spricht der Kommandant, „Ich verstehe deine Begeisterung, aber stell dir vor, wie unvergleichlich schöner es unten sein muss. Es wird uns wie eine Landung im Paradies erscheinen. Jeder auf seinem Platz? In acht Minuten setzen wir zur Landung an.“

Alle Messdaten wurden überprüft und sind wie erwartet. Die Erde erweist sich als Planet mit durchschnittlichen Werten. Ein längerer Aufenthalt wird für die Ixis keine Gefahr bergen. Doch werden Vorkehrungen für unerwartete Zwischenfälle getroffen. Die Basisstation steht auf festem Grund in offenbar unbewohntem Gebiet. Ringsum wuchern Pflanzen, durch die die verschiedensten Tiere klettern, springen und fliegen. Einige von ihnen könnten giftig sein und zu Angriffen auf die unbekannten Wesen neigen. Die Außerirdischen tragen daher ihre Schutzanzüge und verlassen paarweise in Raumgleitern das Mutterschiff. Für die ersten Erkundungsflüge sind nur wenige Stunden vorgesehen. Eine Kontaktaufnahme mit eventuell vernunftbegabten Wesen ist untersagt. Sie fliegen in verschiedene Richtungen aus und werden sich am Nachmittag wieder einfinden, um ihre Erfahrungen auszutauschen.

Nachmittags betreten nach und nach alle wieder den Hauptraum. Ihre Gesichter sind ernst und in den Mienen spiegelt sich Bestürzung, während einer nach dem anderen seine Beobachtungen mitteilt.
Betretenes Schweigen herrscht, während der Kommandant seinen Blick in die Runde schweifen lässt. „Ich will es zusammenfassen. Wir sind hier offenbar auf eine sehr eigenartige Spezies von scheinbar vernunftbegabten Wesen getroffen“, sagt er. „Ihr hauptsächliches Ziel scheint es zu sein, sich gegenseitig die größtmögliche Pein zu bereiten. Ich denke, wir sind uns einig, noch keinem System begegnet zu sein, in welchem sich eine Art dazu auserkoren sieht, so effizient wie möglich alle anderen abzuschlachten und die Lebensgrundlage aller zu zerstören. Offenbar sehen sie Vergnügen darin zu töten, zu brennen und zu morden. Eine wahrhaft sadistische Lebensform mit masochistischen Zügen, die es sich zum Ziel gemacht hat, das Leben auf dem eigenen Planeten auszulöschen. Das kann nur schwer nachvollzogen werden. Diese an sich intelligente Art, die in der Lage ist Maschinen und Roboter zu bauen, ihr Umfeld zu erkunden, nutzt ihre Gaben dafür, einen paradiesischen Planeten in eine Hölle zu verwandeln. Es wird sich um eine Art Erkrankung handeln, eine Missbildung ihrer Gene. Ich habe keine andere Erklärung dafür. Sie müssen verrückt sein. Das wird umso unverständlicher, als sie auf einem Planeten leben, der unvergleichlich schön ist und alles zu bieten scheint, um sorglos und glücklich zu leben. Es scheint, sie kennen weder Freude noch Liebe.
Es wird schwer sein und gefährlich, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, darum, schlage ich vor, unterlassen wir es. Wir könnten eine Botschaft hinterlassen, jedoch werden sie dieser Botschaft nicht bedürfen, denn merkwürdigerweise wissen sie selbst um ihr Tun. Sie wissen selbst, wie es sein könnte, sie kennen die Freude, sie machen Musik, malen Bilder und tanzen…, sie denken sich lustige Filme aus…“