Der Biophysiker Dieter Broers spricht über das abnehmende Erdmagnetfeld und die direkten Auswirkungen auf die Menschen…

…dieses interessante Interview befindet sich noch in der Rohfassung – es wurde gestern Abend live gesendet – und ist erst ab der achten Minute etwa anzuschauen. In ihm geht Dieter Broers auf dem Zusammenhang zwischen dem seit langem abnehmenden Erdmagnetfeld und dem Bewusstsein der Menschen ein. Außerdem werden Fragen zur Wiederbelebung der Zirbeldrüse beantwortet…

 

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Himmel über Südfrankreich…

…gestern…gefühlte 25° in der Sonne…

Der Herbstregen fiel aus, die Kälte verweigerte sich bis auf wenige Tage, der Fluss führt weniger Wasser als im August letzten Jahres, die kleinen Quellen laufen nicht. Da ich es nicht ändern kann, genieße ich die Wärme und sitze mitten in aller Stille in der Sonne…

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„Es wird ein Tag kommen, an dem der Mensch aus der Vergessenheit erwacht…

…und endlich begreifen wird, wem er die Zügel für sein Dasein überlassen hat, einem falschen und lügendem Geist, der ihn zum Sklaven werden ließ und ihn in der Sklaverei hält…
Der Mensch hat keine Begrenzungen, und wenn er sich dessen eines Tages bewusst wird, wird er auch hier in dieser Welt frei sein. Ich weiß nicht wann, aber ich weiß, dass viele in diesem Jahrhundert gekommen sind, um Künste und Wissenschaften zu entwickeln und den Samen einer neuen Kultur zu pflanzen, die unerwartet und plötzlich erblühen wir; und zwar dann, wenn die Macht sich vorgaukelt, gewonnen zu haben.“

(Giordano Bruno, das Zitat ist dem Buch „Der verratene Himmel“ von Dieter Broers entnommen)

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Neben den Vorzügen eines offenen und suchenden Geistes besaß Giordano Bruno (geboren 1548 in Nola, als Ketzer verbrannt am 17. Februar 1600 in Rom) das Talent, sich überall unbeliebt zu machen, so dass er viele Jahre seines Lebens damit verbrachte, von einem Ort zum anderen zu fliehen und auf diese Weise halb Europa bereiste.

Er war ein italienischer Priester, Dichter, Philosoph und Astronom. Er wurde durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und vom Gouverneur von Rom zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Am 8. Februar 1600 wurde das Urteil des Heiligen Offiziums verlesen. Außerdem wurden alle seine Schriften verboten, seine Werke sollten öffentlich zerrissen und verbrannt werden. Bruno reagierte auf das Urteil mit seinem berühmt gewordenen Satz: „Mit größerer Furcht verkündet ihr vielleicht das Urteil gegen mich, als ich es entgegennehme.“
Seine Bücher wurden auf den Index der verbotenen Schriften gesetzt, wo sie bis zu dessen Abschaffung 1966 im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils blieben.

Bruno verband die These, dass Gott allem innewohne, mit dem Glauben, dass die Realität der Vorstellung entspringe. Damit nahm er die Gedanken von Gottfried Wilhelm Leibniz und Baruch de Spinoza vorweg. In seiner Schrift „De l’Infinito, Universo e Mondi„ („Über die Unendlichkeit, das Universum und die Welten“) erklärte er die Sterne damit, dass sie wie unsere Sonne seien, dass das Universum unendlich sei, es eine unendliche Anzahl von Welten gebe und diese mit einer unendlichen Anzahl intelligenter Lebewesen bevölkert seien.
(nach Wikipedia)

…und keiner fliegt um die Sonne…


Droben hängt der Albatros
bewegungslos in der Luft.
Und tief unter den rollenden Wellen
in Labyrinthen aus Korallenhöhlen
weht ein Echo aus einer fernen Zeit
über den Sand.
Und alles ist grün und submarin.

Und niemand rief uns in das Land
und niemand kennt die Wo’s und Warum’s.
Etwas starrt
und beginnt dem Licht entgegenzuklettern.

Fremde gehen auf der Straße vorbei.
Wie zufällig treffen sich zwei getrennte, flüchtige Blicke.
Und ich bin du und was ich sehe, bin ich.
Ich nehme Dich bei der Hand
und führe Dich durch das Land.
Hilf mir zu verstehen.
So gut ich kann.

Niemand rief uns in das Land
Und niemand zwingt uns, den Blick zu senken.
Keiner spricht und keiner versucht es,
keiner fliegt um die Sonne….

Wolkenlos fällst du an jedem Tag
in meine erwachenden Augen,
lädst mich ein, spornst mich an
mich zu erheben.
Und durch das Fenster in der Wand
strömen auf den Flügeln des Sonnenlichts
Millionen leuchtender Botschafter des Morgens herein.

Niemand singt mir Schlaflieder.
Und niemand bringt mich dazu, meine Augen zu schließen.
Deshalb öffne ich die Fenster weit
und rufe zu dir über den Himmel….

Gedanken

Ich fühle mich manchmal wie ein Speicher, in dem bis unter das Dach Erlebnisse und Erfahrungen gestopft sind.
Mit zunehmendem Alter verstärkt sich das Gefühl, ich bin gefüllt und weniger bereit, Neues aufzunehmen. Alles Erfahrene scheint mich dumpf gemacht zu haben und nun wie ein Schleier vor meinen Augen zu liegen.

Auch passiert es häufiger, dass sich meine Aufmerksamkeit auf meine Gedanken zurückzieht und nicht in der Umgebung weilt. In diesen Momenten nehme ich nicht mehr wirklich wahr, was um mich geschieht und die äußeren Reize erreichen nicht mehr mein Bewusstsein.

Das alles wäre vielleicht noch normal und natürlich, wenn die Gedanken schwerwiegend wären.
Aber sie erweisen sich fast immer als abgenutzte Worte, die durch mein Hirn taumeln, ausgetretenen Spuren entlang, immer wieder zu denselben Ergebnissen kommend. Es sind Gedanken, die mich ewig langweilen.
Es ist als versinke ich in einem trüben Sumpf aus Unwichtigkeiten, der mich vom wirklichen Leben trennt.

Wenn ich dessen gewahr werde, schalte ich die Sinne wieder auf äußeren Empfang und lege die Gedanken still, verpflichte sie zum Schweigen. Doch es wird mir nicht immer bewusst.
Ich erinnere mich, dass ich als Kind die Welt viel unmittelbarer wahrnahm. Die Gerüche rochen noch, Farben überstrahlten mein Hirn, Geschmack durchzog meinen ganzen Körper und alles war in einem klingenden, schillernden Netz miteinander verwoben.

Heute erscheinen Eindrücke abgestumpft, sie erreichen mich nur noch wie durch einen Nebel. Meine Gedanken, die an meine Erinnerungen gekoppelt sind, hindern mich an der Wahrnehmung der Welt.

Folgendes Zitat, das ich neulich fand, passt sehr gut dazu:

„Als gewöhnliche Menschen nehmen wir so wenig wahr, dass wir den Unterschied zwischen Denken und Wahrnehmen nicht mehr kennen. Wir glauben, was wir denken, sei das, was wir wahrnehmen. Indem wir unsere Gedanken auf die äußere Wirklichkeit projizieren, setzen wir an die Stelle der Wirklichkeit das, was wir über die Wirklichkeit denken, und durch diesen ständig stattfindenden Prozess entfernen wir uns sehr weit von der Wahrnehmung der realen Welt. In östlichen Lehren wird dies Maya oder „gewöhnliche Wirklichkeit“ genannt, ein Schleier, der entfernt werden muss, damit wir die Welt so sehen können, wie sie tatsächlich ist.“
(„Die Lehren des Don Carlos“ von Victor Sánchez, Synthesis Verlag 1996)

Es wird höchste Zeit, mit dem Denken aufzuhören oder es zumindest einzuschränken. Das alltägliche belanglose Geschwätz im Kopf hindert mich an meinem Kontakt zur Welt. Aber nicht nur das. Meine Vergangenheit hat mich mit der Welt verstrickt, mit anderen Menschen, Orten und Gegebenheiten. Diese Verstrickungen binden Energie. Und diese Energie würde ich mir gerne zurück holen…