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Kurz vor der weihevollen Nacht kommt sie, die Zwischenzeit, ich kenne es schon aus den vorangegangenen Jahren. Wie von selbst fällt alles Tun von mir ab. Ich liege brach, tatenlos, ideenlos in einer Art Vakuum. Nichts kann mich dazu bewegen, mich in Gang zu setzen, kein Interesse macht sich breit, weder in Gedanken noch im Fühlen. Nichts will sich in den Vordergrund drängen, während ich in mich hinein horche und nach Unternehmungen suche. Nichts. Nichts ist zu finden.
So etwa muss sich Winterschlaf anfühlen. Alles, was ich mir vorgenommen hatte für diese Zeit der Stille, ist von selbst verschwunden, ins Bodenlose versickert und dort stillgelegt. So aller Ideen brach, lausche ich in den stillen Wald, der sich seinerseits vom Lebendigen zurückgezogen hat, herausgenommen aus dem Leben. Ruhezeit. Graubraun stehen die Bäume während sich Nebel aus den Wolken hinabzieht und zwischen sie senkt. Auf diese Weise sind sie konserviert. Nicht einmal der Wind braust dazwischen. Selbst er, der Ruhelose, liegt irgendwo in tiefen Schluchten und wartet ab. Vergessen hat er sein Treiben, sein lustiges Spiel mit abgestorbenen Blättern und toten Ästen. Nun fallen sie willenlos.
Ihr leises Klacken, wenn sie beim Hinabsinken aneinanderstoßen, erinnert an sanften Regen. Doch es regnet nicht. Auch die Wolken sind zu müde, ihr Wasser zu entlassen. Sie verharren schweigend, setzen ihre Reise über einen blauen Himmel nicht fort. In dicken Schichten verdunkeln sie den Tag und schirmen ihn vor der Sonne ab, die ihre Freude auf der anderen Seite der Erde findet.
So bleibt es nun endlos lang. Nebelwesen schleichen um. Die Elfen legten sich mit den Blumen schlafen, kuscheln sich an Tulpenzwiebeln und träumen von der Auferstehung ihrer Glockenblumen. Ich tue es ihnen gleich, ziehe mich zurück und lasse Träume wachsen.