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Da gerade alle Welt damit beschäftigt ist, sich zum Flüchtlingsstrom nach Europa zu äußern, will ich es auch tun. Ich muss meine Gedanken ordnen, weil ich infolge der vielen verschiedenen und sich widersprechenden Informationen gar nicht mehr weiß, was ich nun denken soll. Mit anderen Worten, ich bin verwirrt, was dieses Thema angeht.
Eine objektive Meinung dazu zu haben scheint mir nicht möglich. Ich bin allein auf die Medien und Erfahrungen anderer angewiesen. Die Bedingungen in den Aufnahmelagern und Flüchtlingsunterkünften erscheinen mir so verschieden, wie die Gründe der Menschen, sich nach Europa und Deutschland zu begeben. Ein Bild vor Ort kann ich mir nicht machen, da ich nicht in Deutschland lebe und es hier in meiner weiteren Umgebung keine Flüchtlinge gibt, zumindest keine, die mit diesen Menschenströmen aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak usw. kommen.

Einige Fragen jedoch drängen sich mir geradezu auf. Sprach Angela Merkel nicht vor kurzem noch davon, dass Deutschland sparen müsse, um seine Schulden abzubauen? Was sich im ersten Augenblick logisch anhört, sich seiner Schulden zu entledigen, wirkte sich das nicht auf die Sozialpolitik, auf dem Bildungssektor und im Gesundheitswesen aus? Wie viele Dinge wurden nicht getan unter dem Vorwand, sparen zu müssen? Gab es nicht in den letzten Jahren auch genug zu tun in Deutschland, um das Leben der ärmeren Bevölkerung zu verbessern? Plötzlich höre ich sie nicht mehr von Schulden und Sparen reden. Plötzlich sind Milliarden vorhanden, die notwendig sind, um hunderttausende von Menschen zusätzlich zu versorgen.
Dann ist die Schuldenfrage angesichts der Flüchtlinge also in den Hintergrund getreten, okay. Dies sieht auf den ersten Blick positiv aus, aber ist es wirklich eine humane Einstellung? Waren es die vielen armen Menschen in Deutschland, die Obdachlosen und auch die Zigeunerkinder aus Rumänien denn nicht wert, mehr Möglichkeiten zu erhalten, um ein menschenwürdiges Leben führen zu können?

Was mich ebenso wundert: Was ist der Grund dafür, dass sich die Flüchtlingsströme gerade letzten Sommer bildeten? Gab es vordem keinen Hunger und keinen Krieg auf der Welt? Gab es nicht auch letztes Jahr schon und die Jahre davor, viele Heimatlose und um ihr Leben bangende Menschen? Haben sie alle sich zufällig gleichzeitig dazu entschlossen, sich im letzten Sommer auf den weiten und beschwerlichen Weg zu machen? Wirklich verständlich ist mir das nicht.

Warum wird in den Mainstreammedien so wenig über die Ursachen der Flucht gesprochen? Wäre es nicht sinnvoller und menschlicher, den Menschen in ihrer Heimat ein zufriedenes Leben zu ermöglichen und dabei zu helfen, die Probleme vor Ort zu beheben? Wer, welche Macht und welches Geld sind für die Zerstörungen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge verantwortlich? Welches sind die wirklichen Gründe? …ich meine die tatsächlichen Gründe und nicht die vorgeschobenen.

Warum wurde Libyen bombardiert? Weshalb wird jetzt Syrien bombardiert? Glauben die Verantwortlichen wirklich, dass die Zerstörung von Städten und das Töten von Menschen Frieden bringen?
Ich glaube das nicht. Ich glaube vielmehr, dass das Elend und auch die Wut dadurch nur vergrößert werden. Ein Friede, der mit Waffen geschaffen wird, ist kein Friede, sondern kann immer nur eine Diktatur von außen sein. Frieden wächst von innen, wie auch eine gesunde Ordnung von innen wächst. Und eine gesunde Ordnung im Zusammenleben von Menschen ist nötig, für ein friedliches Leben, für ein zufriedenes Leben in Harmonie.

Einem Menschen in Not, das heißt einem Menschen, der um sein Leben fürchten muss, sei es nun weil er mit Waffen bedroht wird oder der Hunger ihn umzubringen droht, dem muss geholfen werden. Betrachte ich aber die Berichte in den Medien, dann entsteht bei mir der Eindruck, dass die meisten der Flüchtlinge gut gekleidet und gut genährt sind. Außerdem scheinen sie alle mit teuren Smartphones ausgestattet zu sein, die ich mir nicht leisten könnte. Das erweckt bei mir den Eindruck, die meisten von ihnen scheinen nicht arm zu sein.
Und wieso sind es fast alles junge allein reisende Männer? Haben sie ihre Frauen, Kinder, Mütter und Schwestern einfach so ungeschützt zurückgelassen? Das verstehe ich nicht. Wie kann ein Vater seine Frau und seine kleinen Kinder mitten im Krieg oder in Gebieten des Hungers alleine lassen?

Ich verstehe, dass eine ganze Familie Geld für einen Sohn sammelt, um diesen zum Arbeiten nach Europa zu schicken, damit er ihnen Geld zum Überleben schickt. Offenbar wissen diese Menschen nicht, dass ein Flüchtling erst einmal gar nicht arbeiten darf, dass es in Europa längst nicht für alle Menschen Arbeit gibt, und genügend bezahlbare Wohnungen gibt es eben so wenig. Sie sind also falsch informiert, doch von wem? Wer mit einem Smartphones umgehen kann, kann sich doch im Internet über die Verhältnisse in der Welt informieren, oder sehe ich das falsch…

Aus den Medien erfahre ich, dass Flüchtlinge sich über ihr Essen beschweren, sich in ihren Lagern zu hunderten prügeln und das Mobiliar demolieren, dass da auch mal einer erstochen wird, dass sie Frauen und Mädchen vergewaltigen, Alkohol trinken und in den umliegenden Läden klauen, was das Zeug hält. Dieses Bild entsteht, wenn ich mich durch öffentliche Medien informieren lasse und eine andere Quelle habe ich ja nicht. Dieses Bild macht Angst, ganz einfach. Es muss Angst machen, denn wer will schon einer Horde gewaltbereiter junger Männer begegnen, wenn er ganz normal seinen Hund ausführt oder abends nach der Arbeit nach Hause geht? Warum vermitteln die Medien solch ein Bild? Weil es tatsächlich so ist oder aus einem anderen Grund?

Ich denke, dass es viele aus Krisengebieten ankommende Menschen gibt, die froh darüber sind, ihr Leben haben retten zu können. Aber es gibt auch die anderen, doch weshalb sind diese Männer nach Europa gekommen? Offenbar fehlt es ihnen an Dankbarkeit und Freude darüber, es bis hierher geschafft zu haben. Doch warum?

„In der Politik geschieht nichts durch Zufall. Wenn etwas geschah, kann man sich sicher sein, dass es so geplant war.“
(BRAUN, Karl Otto, Pearl Harbor in neuer Sicht – Wie F.D. Roosevelt die USA in den Zweiten Weltkrieg führte, Herbig Materialien zur Zeitgeschichte, München-Berlin 1986, Seite 76)

…und was geschieht jetzt? …was ist jetzt geplant?