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„Glaube ist die Substanz des Gewünschten. Wenn wir im Geiste ein Idealbild des Selbst tragen, das uns blühend, geschmeidig, stark und vollkommen dem inneren Auge zeigt, so setzen wir damit jene Kräfte in Bewegung, die uns in Wirklichkeit dazu machen.
Wir konstruieren gleichsam aus unsichtbarer Gedankensubstanz ein spirituelles „Ich“ (das gesunde, schöne Ich der Zuversicht); dieses spirituelle Ich wird mit der Zeit den Laib beherrschen, seine Zellen umformen und wirklich werden. Wer eine schlechte Lunge hat, schlechte Zirkulation, irgendeinen organischen Defekt, muss sich aufs äußerste dagegen sträuben, gerade das geschwächte Organ immer als krank und schonungsbedürftig im Bewusstsein herumzuschleppen. Sieh dich nie als Patient zwischen aufgestapelten Kissen ans Bett gefesselt, und sollte es auch zurzeit der Fall sein!

Erwarte nie Krankheit oder Schmerzen für morgen, mögen Krankheit oder Schmerzen heute noch so arg gewesen sein, für morgen erwarte nur Gesundheit und Kraft. Mit anderen Worten: Gesundheit, Schönheit und Kraft müssen zum wahren Tagestraum werden, den Traum drückt weit besser den richtigen Gemütszustand aus als Hoffnung und Erwartung.“

(aus „Unfug des Lebens und des Sterbens“ von Prentice Mulfort)