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„Glücklich der Mensch, der Bäume liebt, besonders die großen, freien, die wild wachsen an der Stelle, wo die unendliche Kraft sie gepflanzt hat, und die unabhängig geblieben sind von der Fürsorge der Menschen. Denn alles Unkultivierte, Natürliche, ist näher dem Allbewusstsein als das durch Menschenwillen sklavisch gezähmte, verkünstelte, gezüchtete! Die freigeborenen Dinge atmen reiner den Geistesrhythmus des Unendlichen, daher strahlt ein Berauschendes, eine unbeschreibliche freie Freude auf uns über inmitten des Wildnatürlichen im Wald, auf Bergen, überall, wo keine Spuren menschlicher Arbeit sich finden.

Wir atmen eine Emanation, die von Bäumen, Felsen, Vögeln – von jeder Form des Unendlichen – unaufhörlich ausströmt! Es heilt und erneuert! Eine physische Kraft, die aus der Allbelebtheit fließt. Weder in Städten noch in kultivierten Gärten ist sie zu finden. Glücklich, wer eine lebendig starke und ernste Liebe zu den wilden Bäumen und Vögeln und Tieren fasst, wer sie als gleichgeboren mit sich selbst empfindet und weiß, dass auch sie ihm Wertvolles zum Tausche schenken für seine Liebe. Alles Lebendige reagiert auf Sympathie und Antipathie. Wir repräsentieren einen Teil des unendlichen Bewusstseins, die Bäume einen anderen Teil. Liebe aber ist ein unsichtbares Element, das „lebendige“ Wasser der Welt, und strömt in großen Wellenzügen von Teil zu Teil in jenem geistigen, der uns alle unsichtbar umgibt.

Der Baum ist ein lebendiger Gedanke Gottes…“

(zitiert aus dem Buch „Unfug des Lebens und des Sterbens von Prentice Mulford)