Dritter Fastentag

Der gestrige zweite Fastentag war sehr leicht. Eine körperliche Schwäche nach dem Aufstehen verschwand nach dem Einlauf. Ich fühlte mich den ganzen Tag sehr leicht und unbeschwert. Hätte diese Energie eine Farbe gehabt, würde ich ihr ein helles Gelb geben.

Ein Vorteil des Fastens ist der Zeitgewinn, den man hat. Neben dem Essen fallen Einkaufen, Essenszubereitung, Abwaschen usw. weg und die Strukturierung des Tages, die eine geregelte Nahrungsaufnahme mit sich bringt. Gestern hatte ich dann auch das Gefühl, der Tag verginge gar nicht, ich hatte einen so enormen Zeitüberfluss, dass ich einen Moment lang nicht wusste, wie ich ihn füllen könne…und das passiert mir sehr selten. Gleichzeitig merkte ich, wie sich mein Interesse langsam erweiterte, es ist so, als würde sich der Blickwinkel weiten, mehr Möglichkeiten werden wahrgenommen und noch mehr dahinterliegende erahnt. Insgesamt hatte ich noch nie beim Fasten einen so leichten zweiten Tag gehabt. Erst gegen Abend bekam ich kalte Hände und Füße, was mich dann auch mit der Wärmflasche ins Bett zum Lesen gehen ließ.

Geschlafen habe ich nur wenig, was völlig normal ist. Ich fühle mich heute schon um einiges besser und energiereicher als noch vor zwei, drei Tagen. Bin gespannt, wie es so weitergeht…

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…und voller Leben

Fasten ist ein fester Bestandteil aller großen Weltreligionen. Seit Tausenden von Jahren vertrauen Mystiker aller spirituellen Traditionen auf das Fasten zur Reinigung von Körper und Seele, um das Augenmerk von den profanen Bedürfnissen des Körpers abzuziehen und sich auf die Gnade der Erleuchtung vorzubereiten. Mahatma Gandhi glaubte an das Fasten als hochwirksames Mittel zur Erlangung spiritueller Erkenntnis und positiver Veränderungen. Man muss sich in Erinnerung rufen, dass der Verzicht auf Nahrung nicht nur spirituelle, sondern auch geistige und physische Vorteile hat.
Auch Plato und Sokrates fasteten regelmäßig, um ihre geistige und körperliche Leistungsfähigkeit aufzubauen. Die medizinische Literatur aus dem alten China, Ägypten, Griechenland und Rom ist sich bezüglich der Heilwirkungen des Fastens einig. Befürworter des Fastens berichten heute, dass ein kontrollierter Nahrungsentzug über einen gewissen Zeitraum bei der Behandlung von zahlreichen Leiden – unter anderem Allergien, Arthritis, Asthma, Herzproblemen, Verdauungsstörungen, Schlaflosigkeit, Migräne, Nebenhöhlenproblemen, Hautausschlägen, Magengeschwüren, Schilddrüsenproblemen, Tumoren und Augenerkrankungen wie Katarakten und Glaukomen – wirksam ist. Zudem haben Wissenschaftler im letzten Jahrhundert ganz konkret eine Wechselbeziehung zwischen einer geringen Nahrungsaufnahme und einer hohen Lebenserwartung hergestellt…
…Fasten heißt nicht hungern. Es ist der Verzicht auf Essen (nicht aber auf Flüssigkeit!), damit der Körper die Gelegenheit bekommt, sich der angesammelten Giftstoffe zu entledigen. Nach einer wirksamen, reinigenden Fastenkur ist der Stoffwechsel wieder in Ordnung. Die Menschen fühlen sich dann ernergiegeladen, geistig konzentriert und voller Leben.
(aus dem Buch „Innere Reinigung“ von Karyn Calabrese)

Zweiter Fastentag

Der gestrige erste Fastentag verlief wundervoll, leicht und ohne Schwierigkeiten. Ich trank früh und mittags Kaffee, ansonsten viel Tee. Später am Tag begann ich zu frieren, also noch mehr heißen Tee und abends legte ich mich mit der Wärmflasche ins Bett.

Heute haben wir den zweiten Tag, immer der schwierigste. Nach dem Aufstehen fühlte ich mich auch etwas wackelig auf den Füßen, was aber nach dem Einlauf sofort verschwand. Ich werde ein Ursalz-Entschlackungsbad nehmen (zwei Esslöffel Meersalz ohne Zusätze in das Badewasser tun es sicher auch), was der Energie des heutigen Sonnabends entspricht, der vom Saturn regiert wird. In Anleitungen zum Fasten findet man verschiedene Meinungen zum Baden. Manchmal wird gesagt, man solle vom Vollbad absehen, weil es den Kreislauf übermäßig belasten könnte. Rüdiger Dahlke und Dorothea Neumayr sprechen in ihrem Buch „Sinnlich fasten“ ganz selbstverständlich von einem täglichen Bad. Also auch hier gilt, jeder sollte es nach seinem Empfinden entscheiden.

Heute trinke ich Ingwertee, der eine von innen wärmende Wirkung hat. (http://www.ingwerteeseite.de/).

Und dann mal schauen…

P.S. Ich muss einen Nachtrag machen, denn ich las gestern noch, dass man in ein Bad mit Meersalz ein bis eineinhalb KILO Meeressalz geben soll. Zwei EL sind also nicht ausreichend.

…über das Fasten, die Ernährung, Krankheit und Gesundheit:

„Sie werden erfahren, wie falsch und unwissend es ist zu glauben, dass irgend eine bestimmte Krankheit dadurch geheilt werden kann, dass man die richtige Nahrung isst, „spezielle Mahlzeiten“ zu sich nimmt oder lange Fastenkuren macht, wenn dies ohne Erfahrung und ohne System und besondere Beratung in jedem einzelnen Fall geschieht.

Das „Fasten“ ist schon seit Hunderten von Jahren bekannt als »Heilverfahren« bei jeder Krankheit, als einziges und unfehlbares Gesetz der Natur, und das gleiche gilt für die nichtschleimbildende Ernährung; wie es in der Genesis (1.Buch Moses in der Bibel) angegeben wird (Obst und Kräuter, d. h. grüne Blätter).
Aber warum kam es niemals zur allgemeinen Anwendung und dem daraus entstehenden umfassenden Erfolg? Weil es niemals planmäßig und auf den Zustand des Kranken abgestimmt angewandt wurde. Der Durchschnittsmensch hat nicht die geringste Ahnung von den notwendigen Ausscheidungsvorgängen; welche Zeit benötigt wird, wie und wie oft die Ernährung geändert werden muss, was es bedeutet, den Körper von den großen Abfallmengen zu reinigen, die sich während seines ganzen Lebens in seinem Körper angesammelt haben.

Krankheit ist ein Versuch des Körpers, Abfall, Schleim und Gifte auszuscheiden, und dieses System hilft der Natur auf die vollkommenste und natürlichste Weise. Nicht die Krankheit, sondern der Körper muss geheilt werden, er muss gereinigt werden, befreit werden von Abfall und fremden Stoffen, von Schleim und Giften, die sich seit der Kindheit an gesammelt haben. Gesundheit kann man nicht in Flaschen kaufen. Sie können Ihren Körper nicht heilen, indem Sie Ihren Organismus in wenigen Tagen reinigen. Sie müssen einen Ausgleich für das Unrecht schaffen, das Sie Ihrem Körper während Ihres ganzen Lebensangetan haben.

Mein Verfahren ist kein Heilmittel und keine Arznei, es ist eine Erneuerung, es ist ein sorgfältiger „Hausputz“, der Erwerb reiner und vollkommener Gesundheit, wie Sie sie niemals zuvor gekannt haben. Erinnern Sie sich: Die konstitutionelle Verschlackung Ihres gesamten Organismus ist der Ursprung jeder Krankheit, die größte und schädlichste Quelle verminderter Lebenskraft, unvollkommener Gesundheit, Mangel an Kraft und Ausdauer und allen anderen Unzulänglichkeiten. Sie alle haben ihren Ursprung im Dickdarm, der seit Ihrer Geburt wahrscheinlich niemals richtig entleert wurde. Niemand auf dieser Erde hat heute einen ideal reinen Körper und vollkommen reines Blut. Was die Medizinwissenschaft „normale Gesundheit“ nennt, ist in Wirklichkeit ein krankhafter Zustand. Zusammengefasst: Der menschliche Mechanismus ist ein bewegliches Röhrensystem. Die Nahrung der zivilisierten Menschen wird niemals ganz verdaut und der daraus entstehende Abfall wird nicht ausgeschieden. Dieses Röhrensystem wird langsam verstopft, besonders im Verdauungstrakt. Darin liegt die Ursache jeder Krankheit. Diesen Abfall zu lösen, ihn vernünftig und sorgfältig auszuscheiden und diese Ausscheidung zu überwachen, kann nur einwandfrei durch das Heilverfahren mit schleimloser Kost gelingen.“

(gefunden auf: http://arnold-ehret.blogspot.fr/2011/12/was-ist-wirkliche-lebenskraft.html)

Anmerkung von TeggyTiggs: Ein Mittel, den Abfall im Körper zu lösen und auszuscheiden, ist das Fasten. Ich selber esse nicht schleimlos und halte dies auch nicht für nötig. Wie mit allen Dingen scheint es mir auf das rechte Maß anzukommen und nicht darauf, etwas völlig zu verdammen. Menschen sind verschieden.
Mich hat die Blutgruppendiät beispielsweise dadurch überzeugt, dass ich all die Lebensmittel, welche ich nie mochte, als Gift für meine Blutgruppe herausfand. Auf natürliche Weise aß ich schon immer das, was mir gut tat und mied, was mir nicht zuträglich war. Wer also auf seine Empfindungen bei der Ernährung hört, wird zu großen Teilen alles richtig machen.
Anzunehmen ist, dass bei den meisten Menschen heute diese natürlichen Empfindungen gestört sind und sie Essen als Ersatz für Zuwendung und Daseinsfreude benutzen. Wer auf Dauer gesund sein möchte, sollte sich also zuerst auf die Suche nach echter Lebensfreude und Liebe zu sich selbst machen.

Erster Fastentag

 

Das Fasten beginnt mit einer gründlichen Darmentleerung. Der Darm spielt bei der Entgiftung des Körpers eine entscheidende Rolle. Wird auf die Aufnahme von Nahrung verzichtet, wird der Darm träge und ist dadurch nicht mehr in der Lage Giftstoffe auszuscheiden. Dem wird durch einen Einlauf entgegengewirkt. Die Prozedur eines Einlaufs ist sicher gewöhnungsbedürftig, soll aber die schonendste Weise sein. Man kann auch Glaubersalze nehmen oder abführende Säfte trinken. Ich bevorzuge den Einlauf und habe nichts anderes ausprobiert, weil ich damit gut zurechtkomme. Früher wurden Einläufe häufig angewendet, um Unstimmigkeiten des Körpers zu regulieren.

„Die Geschichte des Einlaufs ist lang. Schon die alten Ägypter nutzten diese Methode, um den Körper zu reinigen. So sollten die „Krankheitsdämonen“ schneller ausgeschieden werden. Außerdem versuchten sie, Kranken auf diese Art Medikamente oder Nährstoffe zuzuführen. Später (ab dem vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung) verbreitete sich die Theorie des Hippokrates, nach der alle Krankheiten aus einem Ungleichgewicht der Körpersäfte herrühren sollen. Der Einlauf gehörte zu den Standardmethoden, um einen Ausgleich der Säfte wieder herbeizuführen. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden Einläufe so beliebt, dass man von einer regelrechten „Klistier-Sucht“ sprechen konnte. Die Vorstellung, man könne mit Aderlässen und Einläufen alle Krankheiten heilen und außerdem länger jung, schön und gesund bleiben, veranlassten viele Menschen zu täglichen Klistieren als Gesundheitspflege. Erst als sich die Medizin im 19. Jahrhundert von der Säftelehre distanzierte, verlor der Einlauf an Bedeutung.“
(gefunden auf: http://www.gesund-heilfasten.de/Einlauf-Darmeinlauf.html)
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Im Netz gibt es jede Menge Anleitungen und Erfahrungsberichte zu Einlauf, Darmsanierung und Entgiftung. Mir sind die meisten Sachen zu kompliziert und aufwändig. Ich bevorzuge das, was einfach zu machen ist.

Für den heutigen Tag habe ich mir vorgenommen, mir nichts vorzunehmen…

Übrigens trinke ich auch während des Fastens morgens meinen Kaffee. Davon wird grundsätzlich abgeraten. Mir schadet es nicht.

Fasten

Seit einigen Jahren faste ich ein oder zwei Mal im Jahr. Dies fällt jedes Jahr leichter, es fällt jedoch jedes Mal auch unterschiedlich aus. Ich brach das Fasten schon nach dem zweiten Tag ab, weil es mir nicht gut ging damit.
Fasten sollte ohne große Probleme Spaß machen und gut tun. Ich würde es nicht erzwingen wollen. Normalerweise gelingt das Fasten leicht. Mit fünf Fastentagen bin ich zufrieden. Geht es mir gut und passt es mit meinen sonstigen Vorhaben zusammen, dehne ich es aus bis auf sieben Tage.

Heute ist mein Vorbereitungstag, das heißt, der Tag, der vor dem eigentlichen Fastenbeginn liegt. Wir haben den ersten Tag nach Vollmond. Der abnehmende Mond soll das Fasten, also die Ausscheidungen und das Entgiften des Körpers, begünstigen. Ich wähle daher stets diese Periode zum Fasten. An diesem Tag esse ich nur noch wenig Obst, vielleicht etwas Gemüse. Alle Arbeiten werden eingestellt, ich kehre bei mir selber ein und in die Ruhe. Es beginnt eine Zeit, die nur für mich genutzt wird. Das heißt, ich werde allen meinen Übungen nachgehen, meditieren, lesen, Klavier spielen und viel schlafen.

Das Fasten beeinflusst neben dem Körper die Seele. Spätestens am dritten Tag werde ich wacher und aufmerksamer. Ich bekomme einen Energieschub, eine eventuell aufkommende Depression ist wie weggeblasen. Anschließend fühle ich mich jünger, glücklicher und offener für neue Unternehmungen.

Ich habe mich beim ersten Fasten von dem Buch „Wie neugeboren durch Fasten“ von Dr. med Hellmut Lützner anleiten lassen. Es ist für gesunde Menschen als Anleitung völlig ausreichend. An die Nahrungsempfehlungen und Rezepte halte ich mich nicht und auch sonst verfahre ich eher nach Lust und Laune. Ich brauche das Buch eher als Sicherheitsanker und hole es heute noch jedes Mal hervor, damit ich hineinschauen kann, falls ein Problem auftauchen sollte.

Leider fand ich kein Video im Netz, das mich wirklich überzeugt hat zum Thema Fasten. Dass mag daran liegen, dass jeder aus unterschiedlichen Gründen fastet und die Erfahrungen sehr unterschiedlich ausfallen. Folgendes  fand ich interessant, weil er den Effekt auf Körper, Geist und Seele sehr ausführlich anspricht: