Fasten – Fazit

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Wer fastet, wird die Erfahrung machen, dass das Fasten mit der Zeit leichter fällt. Der Körper gewöhnt sich daran, bekommt Übung darin, seine Energie für einige Zeit nicht mehr aus der Nahrung, sondern aus Reserven zu ziehen. Dieses Mal fiel mir das Fasten sehr leicht. Wie immer waren der zweite und dritte Tag etwas schwierig, wirkliche Probleme, wie Kopfschmerzen oder Schwindel, hatte ich jedoch nicht. Ab dem vierten Tag lief es von Tag zu Tag besser. Ich fühlte mich leicht, körperlich und geistig und die Stimmung war ausgezeichnet.

Schon hatte ich vor, das Fasten das erste Mal über zehn Tage hinaus zu verlängern, da kam dann die Sache mit dem Auto dazwischen, so dass ich am Ende des neunten Tages anfing, wieder zu essen.

Übrigens, alle Hosen passen noch. Es war auch nicht Ziel abzunehmen, sondern zu entgiften. Fasten lindert Zivilisationskrankheiten, von Bluthochdruck, Krebs bis Depression. Jeder macht damit sicherlich seine eigenen Erfahrungen, doch wäre es wünschenswert, würde diese Möglichkeit der Regeneration von Körper und Geist mehr publik gemacht und als vorbeugende Maßnahme angewendet.

Hier noch ein ausgezeichnetes Video, was sich auch aus medizinischer Sicht mit dem Fasten beschäftigt:

 

 

…ohne Titel…

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…weil mir die Worte fehlen…

Als mich heute ein Freund zu meinem im Schlamm versenkten Auto fuhr, fanden wir es von fremder Hand auf das Feld gezogen vor, alle vier Reifen aufgeschlitzt. Die Reifen sahen aus, als hätte jemand mit einer Machete seine Wut daran ausgelassen.

Nein, das Auto stand niemandem im Weg. Es war abgeschlossen, das Lenkradschloss eingerastet. Die Einzigen, die normalerweise den Weg befahren, sind die Jäger. Mit den Jägern hatte ich noch nie ein Problem, seit über 25 Jahren.

Probleme mit den Nachbarn habe ich nicht, auch nicht mit den Dorfbewohnern. Die Probleme, die ich mit dem Kuhbauern hatte, liegen 9 oder 10 Jahre zurück, also für mich schon lang vergessen.

Beide Autos des Nachbarn, die sich genau neben meinem Auto befanden, sind völlig unversehrt. Der Angriff galt mir. Und ich kann gerade nicht nachvollziehen, weshalb diese Hassattacke gegen mich gerichtet wurde.

Jetzt habe ich also ein Problem.

 

 

Überfluss und Freiheit

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„Dieser Gedanke an Überfluss muss unsere Seele weit über die Schranken der Begrenzung hinaus erheben.

Um den Begriff Überfluss zu erfassen, muss man alle Gedanken an einzelne Dinge aufgeben; es ist ein so weiter Begriff, dass er keinerlei Gedanken an Einzelheiten aufkommen lässt. Um ihn festzuhalten, muss das Bewusstsein weit hinausschweifen, in das Universum, und schwelgen in der Freude vollkommener Freiheit. Diese Freiheit darf aber nicht verwechselt werden mit Zügellosigkeit, denn wir werden verantwortlich gemacht für jeden unserer Gedanken, für jede Handlung. Unser Bewusstsein kann sich nicht von einem Augenblick zum anderen empor erheben zu dieser Freiheit. Die letzte Spur einer Begrenzung kann allerdings in einem einzigen Augenblick vernichtet werden, aber die Vorbereitung zu diesem glorreichen Erlebnis muss vorangegangen sein, und diese Vorbereitung muss in jeder ihrer Einzelheiten von innen heraus geschehen, genau wie jedes Blütenblatt einer Blume in allen Einzelheiten in der Knospe enthalten sein muss. Ist die Vollendung erreicht, so bricht die Knospe ihre Hülle und die Blume entsteht in Schönheit. So muss auch der Mensch die Hülle seines Selbstes aufbrechen, ehe er sein Inneres offenbaren kann.“

(Baird T. Spalding „Leben und Lehren der Meister im Fernen Osten“, Schirner Verlag)

 

 

…über Routine und so…

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Früher oder später erliegen die meisten Menschen der Routine. Mögen sie am Beginn ihres Lebens noch viel Energie aufwenden, um ihre Träume zu verwirklichen, mit wachen Sinnen durch das Leben gehen, um alle Möglichkeiten zu erfassen, nichts zu verpassen sich politisch oder sozial engagieren, Sport treiben und ihre Interessen pflegen, irgendwann holt der Alltag sie ein, die Gewöhnung oder die Bequemlichkeit, die Tradition oder der Erfolg.

Von klein auf werden wir auf Routine trainiert. Wir fühlen uns zu ihr hingezogen und das ist ganz natürlich so. Alles, was wir kennen, ängstigt uns nicht. Wenn wir jeden Tag im selben Bett schlafen, dieselben Räume bewohnen, mit dem gleichen Weckerklingeln aufstehen und aus unserer Lieblingstasse Kaffee der immer gleichen Marke trinken, dann fühlen wir uns geborgen und sicher. Unseren Sinnen wird signalisiert, es kann uns nichts passieren, keine Gefahr, alles ist wie immer. Wir können sie abschalten und uns ganz dem Sinnieren über die nächtlichen Träume hingeben oder die Liste der Erledigungen für den Tag durchgehen.

Würde uns jedoch zu ungewohnter Zeit ein heftiges Krachen aus dem Schlaf reißen und wir uns in fremder Umgebung wiederfinden, wären wir nicht nur mit einem Schlag wach, sondern auch erschreckt, verunsichert und ängstlich. Sofort würden unsere Sinne auf Hochtouren laufen und versuchen, das Geschehen zu erfassen und zu erklären. Unsere Gedanken würden fieberhaft arbeiten, versuchen sich zu erinnern, was am Abend vorher geschehen war, ob wir zu viel tranken oder uns jemand entführt hat, der Partner uns vielleicht hinausgeworfen…

Wir würden alle Möglichkeiten durchgehen, so lange, bis wir eine wahrscheinliche Lösung fänden, die sich irgendwo in unser tägliches Leben einordnen ließe.

Ist dies nicht möglich, geraten wir in Panik. Dann gibt es nichts mehr, auf das wir uns verlassen können.  Erwachen wir wie zufällig auf einem anderen Planeten, in einer anderen sphärischen Ebene, wo nichts vertraut ist, müssen wir mit Hilfe unserer Sinne beginnen, die Umwelt wie ein Neugeborenes zu erkunden. Wir lernen dann mühsam was uns schadet oder Schmerz bereitet und was unsere Bedürfnisse erfüllt. Wieder erstellen wir ein System in unserem Inneren, das Erfahrungen einsortiert und zusammenfasst, so lange, bis wir uns wieder heimisch und vertraut fühlen. Wir verhalten uns wieder entsprechend bestimmter Signale.

Wenn wir uns einmal darin eingerichtet haben und uns ein zufriedenes Leben gönnen, besteht unser Leben vornehmlich aus Routine. Die Sinne werden nur noch in gewohnter Weise genutzt und das Ego pocht auf die Aufrechterhaltung seiner Genüsse. So möchte ich nicht darauf verzichten, früh am Feuer meinen Kaffee zu trinken und meine Morgenzigarette zu rauchen. Auch wenn ich ansonsten selten zum Tabak greife, dieses Ritual hat sich in meinem Leben verfestigt.

Aber Routine ist noch viel mehr. Das Zubettgehen zu einer bestimmten Zeit, das Meditieren am Morgen, Arbeiten während der Woche, Freizeit am Wochenende, der monatliche Großeinkauf oder der Tatort am Sonntag. Arbeitsbeginn, Abfahrtzeiten, Fernsehprogramme und Traditionen bestimmen unseren Tagesablauf.

Wir sind vorbestimmt, berechenbar  für unser Umfeld und uns selber. Mit Vorgaben für die zu tragende Kleidung, Horrornachrichten, Versicherungen, Lottogewinne und anderen verlockenden Angeboten greift die Gesellschaft in unser Leben ein und hält uns darin fest. Sie lässt uns bewusst in Abhängigkeit, denn so ist es bequemer für alle. Wir gehören einem enormen Organismus an, der in sich funktioniert. Tut er das? Zweifellos einige Zeit lang, so lange, bis sich die Widersprüche derart zugespitzt haben, dass es einen Umschwung, eine Revolution, einen Krieg geben muss.

Steigt die Anzahl der Mitglieder einer Lebensgemeinschaft, müssen Regeln eingeführt werden. Regeln sind immer starr und somit ungerecht, an ihnen geht die Menschlichkeit verloren. So fallen die Menschen aus der Gesellschaft heraus, die diesen Regeln nicht entsprechen können. Gefängnisse, Krankenhäuser, psychiatrische Anstalten, Altersheime, aber auch Kinderkrippen und Hospize sind die Folge.

Routine ist angenehm und bequem, da sie uns ein Gefühl der Geborgenheit verschafft. Andererseits wirkt sie einschläfernd auf unsere Sinne, unsere Aufmerksamkeit sinkt. Passieren keine einschneidenden Erlebnisse, fallen wir zunehmend in einen dumpfen Zustand, ohne uns dessen bewusst zu sein, und oft in dem Bewusstsein, alles richtig zu machen.

Wir denken vielleicht, …aber ich informiere mich doch und nehme am Alltagsgeschehen teil, ich habe gerade eine neue Küchenmaschine gekauft, habe eine neue Freundin…Dass uns das aus unserer Routine reißt, ist ein Trugschluss, weil alle diese Dinge innerhalb unserer Routine stattfinden.

Die alltägliche Routine zu durchbrechen bedeutet, die Welt mit neuen Augen zu sehen, wach und unvoreingenommen. Das ist schwer, doch erlernbar, wieder erlernbar. Es bedeutet, auf das Herz zu hören, die Aufmerksamkeit zu trainieren, und zu versuchen, die Welt als einen Ort zu sehen, der ständig neu, unbekannt und voller Wunder ist. Es erfordert ein Innehalten, ein neues Anschauen dessen, was man tut, ein Gewahrwerden des gegenwärtigen Augenblicks… Aber es beinhaltet auch, sich von seinen Meinungen und Vorurteilen zu verabschieden…

Zitat

Gefundenes…

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„Ein Blick in die moderne Zeit zu Beginn des Wassermannzeitalters genügt demjenigen, der um diese Symbiose zwischen Diesseits und Jenseits weiß, um die Zeichen der Dekadenz auf allen Ebenen der menschlichen Gesellschaft zu erkennen. Sei es die politische, die ökonomische oder die kulturelle Ebene, der äußere und der innere Zusammenbruch der menschlichen Welt ist so augenfällig, dass er nicht zu übersehen ist. Und doch wird alles getan, um den Schein aufrecht zu erhalten. Rund um die Uhr wird der Mensch von sich selber abgelenkt. Nachrichten und Musik dröhnen aus den Lautsprechern in den U-Bahnen, den Kaufhäusern, am Arbeitsplatz und selbst in den Arztpraxen….Die starke Verschmutzung der Umwelt hat ihr Gegenstück in den übervollen verschmutzten Feldern der astralen Sphären. Wie kann der einzelne Sucher noch zu jenem vorstoßen, das hinter dieser großen Maskerade von degenerierten Energien unberührt und zeitlos pulsiert – jenes Unaussprechbare, das ausgesprochen zum Urquell aller geschaffenen Wesen wird.“

„Die Suche nach dem LEBEN gelingt dem Adepten, wenn er innerlich wachsam bleibt und in ständiger einspitziger Ausrichtung auf das Andere lebt, das weder dieser Welt noch dem Jenseits angehört. Und da er nicht mehr in den Streit der Polarität eingreift, sammelt er in sich die reinen ungetrübten Kräfte. Durch das Herauslösen aller Wurzeln aus dem Geschäftigsein der denaturierten Lebensfelder, die sein Denken, Handeln und Fühlen mit den polarisierten Energien dieser Welt versorgten, wird der Schüler äußerst empfänglich für die ständige Gegenwart der ursprünglichen Schöpfung…Der Zustandswechsel in ihm vollendet sich „von selbst“.“

(aus „Sein eigener Meister und Schüler“ von Heinz klein, Verlag Zeitenwende)

 

 

Gestern

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Nachdem der Sturm etwas nachließ, begann es zu regnen. Nichts desto trotz fahre ich in den Garten, muss ja schließlich schauen, ob alles in Ordnung ist, der Sturm größere Verwüstungen angerichtet hat, Bäume umgeworfen, Dächer abgerissen, Müll angeweht hat und die Katzen alle noch wohlauf sind.

Also fahre ich hin, keine Verwüstungen, Bäume stehen noch, Dächer sind unversehrt, Katzen alle gesund und munter, versorge sie mit einem Futterberg, vertröste sie auf bessere Zeiten und beschließe, wieder zu fahren. Das Auto hatte ich wohlweislich beim Nachbarn abgestellt, aber wenden musste ich es schon. Dabei versank es im Schlamm. So war das.

Es regnete, windstill war es auch nicht gerade. Der Nachbar nicht da, meine Freundin auch nicht, die anderen Nachbarn haben kein Auto. Der Freund, den ich hätte um Hilfe bitten können, krank. Macht nichts, dachte ich, wir haben es gegen 10 Uhr, da fahren viele einkaufen, zum Friseur oder Zahnarzt, da nimmt mich schnell einer mit. Ja, und dann laufe ich, Bewegung ist auch während des Fastens gesund. Ich laufe und laufe. In die entgegengesetzte Richtung fährt ein Auto nach dem anderen an mir vorbei. Ich war schon gefühlte 20 km gelaufen – nun, es waren real vielleicht fünf -, als endlich ein Auto kam und mich mitnahm…nur bis in das nächste Dorf und da war ich eh schon selber fast angekommen. Sie würde mir gerne helfen, sagt die Fahrerin, aber sie hat ein Rendez-vous…

Ich lächele dem Schicksal zu und laufe weiter. Der Wind trieb mir den Regen ins Gesicht, die Hosen waren gut durchnässt, ich bin stark. Auch das nächste Auto hielt. So ein älterer Typ nahm mich mit, raste die Straße entlang, schnitt die Kurven, und davon gibt es hier zuverlässig viele, geradezu die ganze Straße ist eine sich abwechselnde Kurve, lässig die eine Hand am Lenkrad, während er mit der anderen seinen Minimonitor bediente und telefonierte. Ich fahre ja auch nicht gerade langsam…aber… In Windeseile war ich da, wo ich hinwollte, glücklich und zufrieden.

Über Nacht gewann der Sturm wieder an Stärke. Heute ruhe ich mich einfach nur aus. Immerhin faste ich den siebenten Tag.

 

 

Heute…

…braust der Sturm weiter um Häuserecken, fegt Müll durch Gassen und Landschaft, bricht Äste und Bäume. Es ist unmöglich, den Weg durch die Schlucht zu nehmen, ebenso den über den Pass durch die Berge. Also werde ich noch einen Tag in der Wohnung verbringen und auch tun, was ich nicht tun wollte während des Fastens…