Gestern

Regen, Blitz, Donner, Wind und abschließend Hagel…

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Illustration…

Während des Studiums kam ich mit dem Fach Illustration gar nicht klar. Ich hatte keine Ahnung, wie ich mich den Themen nähern sollte und das, was da manchmal so nicht nachvollziehbar von mir gefordert wurde umzusetzen. Irgendwie schien jeder zu erwarten, wir wüssten, wie es geht.

Wäre ich heute in der Lage, Menschen anleiten zu dürfen in diesem Fach, so würde ich ihnen sagen: Wenn Du eine Figur zeichnen willst, so musst du wie ein Schauspieler in ihre Rolle schlüpfen. Sei ganz der Mörder oder die Hure, sei der Seemann auf dem großen Schiff und sei auch der kleine Fisch, der unten an der Angel hängt, fühl dich wie ein Vogel, wenn du ihn in seinem Flug mit dem Stift erfassen willst und leide wie der Stürzende, dem kein Ausweg mehr offen ist.

So geht es mir heute beim Zeichnen. Ich zittere, wenn der Mann den Hammer wütend gegen den Teufel schwingt und lass es in mir krachen, ich ängstige mich als kleiner Zwerg, den der Bauer gerade packt und freue mich an meiner Kraft als Riese.

 

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…vom Glauben, dem Leben, dem Sterben und der Auferstehung…und von einer nie endenden Hoffnung…

Ich überlegte, welchen Beitrag ich anlässlich Ostern reinstellen könnte und schwankte zwischen Humor, Kurios, klassischer Musik, bis mir dann ein Film einfiel, der lange Zeit und vielleicht sogar heute noch mein Lieblingsfilm ist.

Er setzt sich mit dem Sinn des Lebens auseinander, mit Fragen welchen Platz der Glaube in unserem Leben einnimmt und welchen die Kunst, welchen die Liebe. Ab der 44. Minute gibt es eine Kreuzigungsszene. Der Film ist im Originalton mit Untertiteln auf französisch. Sicher wird es nicht dazu animieren, ihn anzuschauen, doch die Sprache der Bilder selbst ist eindringlich und nachhaltig.

Es werden Szenen aus dem Leben des Ikonenmalers Andrey Rubljow (1360 – 1430) gezeigt. Der Film verflicht dieses Leben mit dramatischen Ereignissen dieser Zeit, den Kriegszügen der Tataren, heidnischen Bräuchen, Verrat und Glaube, Hunger, Elend und Pest und einem unglaublichen Lebenswillen, der so stark ist, dass er unmögliches möglich macht.

 

 

Ein Film von Andrej Tarkowski aus dem Jahr 1966. Er kam in zwei Teilen heraus. Meine Lieblingsszene beginnt im zweiten Teil bei der 44. Minute. Merkwürdigerweise korrespondiert dies zeitlich mit der Kreuzigungsszene im ersten Teil. Doch trägt diese Szene eindeutig den Auferstehungsgedanken weiter.

 

 

Ich wünsche Dir Tage voller Freude, Liebe und Zuversicht!

 

 

Für den Frieden

„Alle Gewalt wird uns nur nötig erscheinen als Ersatzsprache für Gespräche, die nie ausgeführt wurden.“

„Man muss mit dem Frieden beginnen, sonst wird man nie bei ihm ankommen!“