Warten

 

Klar, früher war alles besser, wenigstens aber war es einfacher. Früher ging man in ein Fachgeschäft, wenn man einen Fotoapparat kaufen wollte, ließ sich von einem fachkundigen Verkäufer verschiedene Exemplare vorführen und erklären, entschied sich, bezahlte und konnte sofort fotografieren. Weil nun Früher aber vorbei ist, sitze ich hier und warte auf meinen bei Amazon bestellten Fotoapparat.

Und er kommt nicht. Was mich nicht allzu sehr wundert, denn der Weg zur Bestellung war von Anbeginn mit Schwierigkeiten gespickt. Zuerst lenkte ich meine Schritte in einen Laden, welcher elektronische Geräte führt, und betrat ihn mit der ungeheuerlichen Hoffnung, ihn mit einem schönen, neuen Gerät glücklich wieder verlassen zu können. Vor dem Geschäft stand ein Hüne von Rausschmeißer, drinnen waren keine Kunden zu sehen. Statt sich beflissentlich auf die erste Kaufwillige zu stürzen, taten die drei Verkäufer so, als hätten sie mich nicht gesehen.

Zwischen pinkfarbenen und mit Blümchen verzierten Fotoapparaten fiel mein Blick auf einen schlichten, schwarzen ohne Preis. Einen der Verkäufer musste ich aus seiner Langeweile reißen. Nein, den Preis kenne er nicht, sagte er, und er ließe sich auch nicht herausbekommen. Gut, ich bin ja flexibel und zeigte auf ein weiteres Exemplar, worauf der freundliche Mann verschwand. Bei seiner Rückkehr gab er zu, dass dieses Exemplar nicht verkäuflich ist. Um ihn nicht noch mehr zu blamieren, ging ich.

Also doch Internet, so, wie es alle zu machen scheinen, erfolgreich und ohne Probleme, dachte ich. Da ich mich nicht auskenne, ist ein großer Anbieter vielleicht besser zu durchschauen, als ein kleiner, dachte ich und meldete mich bei Amazon an. Nach gründlicher Recherche entschloss ich mich zum Kauf eines Apparates, setzte zur Zahlung an und teilte meine Daten mit. Alles schien gut zu gehen. Eine Mail teilte mir Nummern und den Versand des Apparates mit. Kurz darauf erfuhr ich in einer weiteren Mail, dass ich aus Sicherheitsgründen als Amazon-Nutzer  gesperrt wurde. Ein Grund wurde mir nicht mitgeteilt.

Ratlosigkeit. Da ich mich als aus Sicherheitsgründen gesperrter Nutzer auch nicht mehr bei Amazon einloggen kann, kann ich auch nicht mit ihnen kommunizieren. Ist nicht schlimm. Ein Freund erledigte dann die Bestellung für mich. In inzwischen drei Mails wurde Versand, Postweg und das Datum der Lieferung mitgeteilt, die heute erfolgen sollte. Seit frühmorgens sitze ich also mit gespitzten Ohren, bereit sofort nach unten zu springen, sollte ein Mensch im Haus die Türe öffnen… Nichts tut sich. Ich wage nicht, die Wohnung zu verlassen, denn wie das Schicksal es gewiss will, wird genau in diesem Moment der Postbote erscheinen.

Warten kann auch reizvoll sein, denke ich. Jetzt habe ich einen aufgeräumten Schreibtisch, ein gewischtes Treppenhaus, eine ordentliche Wohnung…

 

 

…und, Du siehst, große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Habe ich erst den neuen Fotoapparat, werde ich Dir Fotos von meinen überdimensionalen Sonnenblumen schicken…aber bis dahin, vergehen vielleicht noch einige Tage…

 

 

Pause

Vor einigen Wochen zog ich mich aus dem Netz zurück, was anfangs gar nicht so geplant war. Es zeigte sich aber für mich ein nachlassendes Interesse an äußerer Kommunikation, Rückzug und Insichgehen war angesagt, nachfühlen, was gerade ansteht. Auch stellte ich infrage mich überhaupt noch im Netz zu äußern, wollte aber diese Möglichkeit nicht gleich ausschließen. Nein, das liegt nicht an Euch, Ihr seid toll, anregend, kreativ, hilfreich und ich freue mich, Euch alle virtuell zu kennen!

Gestern nun das Versagen der Bremsen, als ich die kurvige Straße den Berg hinunterfuhr, dort, wo Bremsen unbedingt nötig sind. Zum Glück bin ich heil aus der Situation gekommen. Nun steht das Auto kaputt am Berg und es verlangt mich nicht, noch einmal darin einzusteigen.

Eine ungute Energie schwebt über mir, ich kann es spüren und zwar ziemlich heftig. Dass ich nicht genau orten kann, woher sie kommt, macht die Sache nicht einfacher. Seit einigen Tagen und konkret gestern nun ist ein alternativer Plan da. Darüber sprechen kann ich erst, wenn sich die Idee, das Vorhaben gefestigt hat. Dann zeigt sich auch, ob die Idee gut und richtig war. Bis dahin wünsche ich Euch alles Gute und bitte, schickt auch mir gute Gedanken in meine Richtung, kann ich grad richtig gut brauchen!

Passt gut auf Euch auf!

 

 

 

 

 

 

So ist es

…Auto gestartet, zum Supermarkt gefahren, Katzenfutter, Aussaaterde und Butter gekauft, in Richtung Garten losgefahren…nach der Schranke am Ortsausgang Servolenkung ausgefallen, einige Sekunden später leuchtet die Anzeige der Batterie auf…weitergefahren, weil ich dachte, ich kann auch ohne Servolenkung fahren und auch ohne Batterie…wenn das Auto einmal fährt, komme ich bis in den Garten…dann 1000 Meter weiter leuchtet die Anzeige für das Kühlwasser auf…mitten am Berg angehalten, wo eine Kurve die andere abwechselt, Motorhaube öffnen, Kühlwasser kocht…kühlt ab…Auto lässt sich nicht mehr starten…winken…Auto hält an, Mann steigt aus und schaut genauso verblüfft auf das Auto wie ich, leiht mir sein Handy, ich rufe Freund an und dann fahre ich mit ihm ins Dorf zurück…hole Freund, der mein Auto mit Starthilfekabel anwirft…ich fahre den Berg hoch und sehe die Temperaturanzeige für das Kühlwasser ansteigen, halte an und beschließe, besser wieder runter ins Dorf zu fahren, da ich nicht mitten in der einspurigen Schlucht stehen bleiben möchte…bei der Abfahrt steil den Berg runter fallen die Bremsen aus…ich bekomme den Schock meines Lebens…Handbremse angezogen, zweiten Gang rein, bei der nächsten Möglichkeit das Auto an den Rand gestellt…erst einmal ausgestiegen und an allen Gliedern zitternd an den Rand gesetzt, da bin ich gerade noch mal so mit dem Leben davongekommen…mit dem Freund ins Dorf gefahren…anderen Freund angerufen, der Autos schraubt und um Rat gefragt…beruhigt, gegessen, neuen Mut geschöpft, Pläne gefasst…wieder zum Auto gefahren, mit Starthilfekabel den Motor gestartet, wollte das Auto im ersten Gang vorsichtig ins Dorf zurück fahren…beim Tritt auf die Bremse geht der Motor aus…inzwischen funktioniert gar keine Elektrik mehr, keine Bremse, keine Kühlung…

…also fassen wir es mal zusammen, auf nur wenigen Metern fällt nacheinander die Servolenkung aus, die Batterie, die Kühlung, die Bremsen, die gesamte Elektrik…ich höre, dass die Servolenkung nicht mit der Elektrik zusammenhängt und auch die Bremsen unabhängig von beiden funktionieren soll…

…im Moment noch ist dies uns allen rätselhaft, an Zufälle glaube ich nicht…verhext?

 

 

Fasten – Fazit

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Wer fastet, wird die Erfahrung machen, dass das Fasten mit der Zeit leichter fällt. Der Körper gewöhnt sich daran, bekommt Übung darin, seine Energie für einige Zeit nicht mehr aus der Nahrung, sondern aus Reserven zu ziehen. Dieses Mal fiel mir das Fasten sehr leicht. Wie immer waren der zweite und dritte Tag etwas schwierig, wirkliche Probleme, wie Kopfschmerzen oder Schwindel, hatte ich jedoch nicht. Ab dem vierten Tag lief es von Tag zu Tag besser. Ich fühlte mich leicht, körperlich und geistig und die Stimmung war ausgezeichnet.

Schon hatte ich vor, das Fasten das erste Mal über zehn Tage hinaus zu verlängern, da kam dann die Sache mit dem Auto dazwischen, so dass ich am Ende des neunten Tages anfing, wieder zu essen.

Übrigens, alle Hosen passen noch. Es war auch nicht Ziel abzunehmen, sondern zu entgiften. Fasten lindert Zivilisationskrankheiten, von Bluthochdruck, Krebs bis Depression. Jeder macht damit sicherlich seine eigenen Erfahrungen, doch wäre es wünschenswert, würde diese Möglichkeit der Regeneration von Körper und Geist mehr publik gemacht und als vorbeugende Maßnahme angewendet.

Hier noch ein ausgezeichnetes Video, was sich auch aus medizinischer Sicht mit dem Fasten beschäftigt:

 

 

…ohne Titel…

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…weil mir die Worte fehlen…

Als mich heute ein Freund zu meinem im Schlamm versenkten Auto fuhr, fanden wir es von fremder Hand auf das Feld gezogen vor, alle vier Reifen aufgeschlitzt. Die Reifen sahen aus, als hätte jemand mit einer Machete seine Wut daran ausgelassen.

Nein, das Auto stand niemandem im Weg. Es war abgeschlossen, das Lenkradschloss eingerastet. Die Einzigen, die normalerweise den Weg befahren, sind die Jäger. Mit den Jägern hatte ich noch nie ein Problem, seit über 25 Jahren.

Probleme mit den Nachbarn habe ich nicht, auch nicht mit den Dorfbewohnern. Die Probleme, die ich mit dem Kuhbauern hatte, liegen 9 oder 10 Jahre zurück, also für mich schon lang vergessen.

Beide Autos des Nachbarn, die sich genau neben meinem Auto befanden, sind völlig unversehrt. Der Angriff galt mir. Und ich kann gerade nicht nachvollziehen, weshalb diese Hassattacke gegen mich gerichtet wurde.

Jetzt habe ich also ein Problem.

 

 

Überfluss und Freiheit

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„Dieser Gedanke an Überfluss muss unsere Seele weit über die Schranken der Begrenzung hinaus erheben.

Um den Begriff Überfluss zu erfassen, muss man alle Gedanken an einzelne Dinge aufgeben; es ist ein so weiter Begriff, dass er keinerlei Gedanken an Einzelheiten aufkommen lässt. Um ihn festzuhalten, muss das Bewusstsein weit hinausschweifen, in das Universum, und schwelgen in der Freude vollkommener Freiheit. Diese Freiheit darf aber nicht verwechselt werden mit Zügellosigkeit, denn wir werden verantwortlich gemacht für jeden unserer Gedanken, für jede Handlung. Unser Bewusstsein kann sich nicht von einem Augenblick zum anderen empor erheben zu dieser Freiheit. Die letzte Spur einer Begrenzung kann allerdings in einem einzigen Augenblick vernichtet werden, aber die Vorbereitung zu diesem glorreichen Erlebnis muss vorangegangen sein, und diese Vorbereitung muss in jeder ihrer Einzelheiten von innen heraus geschehen, genau wie jedes Blütenblatt einer Blume in allen Einzelheiten in der Knospe enthalten sein muss. Ist die Vollendung erreicht, so bricht die Knospe ihre Hülle und die Blume entsteht in Schönheit. So muss auch der Mensch die Hülle seines Selbstes aufbrechen, ehe er sein Inneres offenbaren kann.“

(Baird T. Spalding „Leben und Lehren der Meister im Fernen Osten“, Schirner Verlag)