Mein armer, schwarzer Kater…

…ist tot.

Schon seit einigen Tagen kam er nicht mehr zum Fressen, was aber nicht ungewöhnlich war, da er einer von den wilden war, die von Hof zu Hof ziehen und dort bleiben, wo gerade die schönste Katze miaut oder das beste Futter wartet. So machte ich mir wenig Sorgen, obwohl ich ihn vermisste.

Als er vor zwei, drei Jahren zu mir kam, war er abgemagert, hatte vom ewigen Kampf ums Futter zerrissene Ohren und ein zerfetztes Auge. Als Kostgänger aufgenommen bei mir, erholte er sich schnell, wurde rund, die Wunden heilten und er wurde sogar etwas zutraulich. Ich mochte ihn, weil er sich so tapfer durchs Leben geschlagen hatte.

Jetzt ist er tot. Ich fand ihn gerade im Schuppen und fragte mich, ob ich wohl noch etwas für ihn hätte tun können. Es ist generell ein Problem bei den wilden Katern, sie tierärztlich versorgen zu lassen, denn sie lassen sich nicht einfangen. Jeder Schritt auf sie zu treibt sie in die Flucht. Manchmal gelingt es, ihr Vertrauen zu erwerben und sie zu zähmen, aber nicht immer.

Jetzt habe ich ihm ein Grab geschaufelt, das neben dem Grab des letzten Jahres von der Überschwemmung angespülten toten Katers liegt. Ich streichle sein dunkles Fell, so wie er es mir lebend nicht erlaubt hätte, und passe auf, nicht zu weinen. Schlaf gut, du großer, mutiger, schwarzer Kater!

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„Die verschiedenen Eindrücke, …

…die wir wahrnehmen, sind Erscheinungen auf dem Spiegel unseres Bewusstseins, und sie ziehen an uns – dem wahren Ich – vorbei wie Sommer und Winter, Glück und Leid, Jugend und Alter, „Leben“ und „Tod“. All diese Erscheinungen betreffen nur die äußeren Schleier (Körper, Sinnesorgane und die von ihnen projizierten Wahrnehmungen) und nicht die Realität des wahren Ichs. Wer sich dessen bewusst ist, wird durch diese Erscheinungen nicht verwirrt, nicht einmal durch den Tod…“

(aus „Gott und die Götter“ von Armin Risi, Govinda-Verlag, 10. Auflage 2020)

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Im nächsten Leben…

…werde ich Waldarbeiter. Nach wie vor bin ich begeistert, Holz zu machen. Dabei geht es nicht allein darum, Bäume zu fällen, das ganze geht viel weiter. Es beginnt mit der genauen Betrachtung der Bäume, tot müssen sie sein…ihr Wuchs muss angeschaut werden und ihre Verästelung mit den Nebenbäumen, damit eingeschätzt werden kann, in welche Richtung der Baum fallen wird. Es muss also langsam und bedacht vorgegangen werden. Der erste Schnitt muss so erfolgen, dass die gewünschte Richtung wahrscheinlich erreicht wird und mit einer Vorsicht, die es mir gestattet, mich schnell noch in Sicherheit zu bringen. (Das war jedoch noch nicht nötig.) Erst wenn der Baum mit Wucht zu Boden fällt, kann ich genau seine Größe erkennen. Immer wieder bin ich erstaunt, wie hoch die Bäume sind und wie mächtig ihre Krone sein kann bei einem relativ geringem Stammumfang.

Liegt der Baum waagerecht, wird er grob zerteilt, dann zum Schnittplatz geschleift und in handliche Stücke gesägt. Alles wird verwertet, bei mir jedenfalls, die richtigen Waldarbeiter hier tun die Äste auf die Seite, wo sie vermodern. Die feinen Äste werden mein Kaffeewasser wärmen, die groben Stücke den Ofen.

…und, ich fühle mich stark nach getaner Arbeit…

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Die Samenkörner…

…in der Erde, still im Dunkeln liegend, ahnen den Frühling. Unter dem noch gefrorenen Erdmantel schlafen sie. In ihrem innersten Kern aber sind sie auf unsichtbare Weise mit dem Lauf der Sonne verbunden. Sie spüren den Frühling nahen, und bereiten sich vor zu wachsen, quellen langsam, so dass die harte Schale reißt und einen Spalt freigibt, durch den sich ein Keim drängen und dem Licht entgegen wachsen kann. Der Keim weiß die Richtung, er kennt das Ziel.

Gäbe es nicht diesen Drang, sich dem Licht zu entfalten, wie sinnlos wäre das Dasein. Bewegung ist alles, Bewegung ist Leben. So aber strebt der Keim zur Sonne, von der Erde gealten und durch das Tauwasser des Schnees gefördert.

Kaum aber hat er das Licht der Welt erblickt, stürzen sich Fressfeinde auf ihn, nicht aus Bosheit, sondern ihrerseits vom Lebenswillen gedrängt. So verfährt eines mit dem anderen, um letztlich immer dem Leben zu dienen.

Sind wir nicht den Samenkörnern ähnlich und tief in unserem Herzen einer Idee verbunden, die uns nach einem höheren Sinn streben lässt, welcher außerhalb unseres Selbst liegt und unserem Dasein eine Richtung schenkt?

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(…und gerade jetzt ganz plötzlich werden wir von Sturm und Regen heimgesucht. Der Tagesplan muss verändert werden…schlecht steht es mit dem Strom…was meiner guten Laune keinen Abbruch tut…)

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Die Natur…

…tut, was getan werden muss und so zeigen sich die ersten Frühlingsboten, trotz Kälte und fortwährendem Sturm…

…so wird auch bei uns Menschen das Leben weiter gehen, wie schwer es manchem jetzt auch erscheinen mag. Schwierige Zeiten lassen uns wachsen und führen zu Veränderungen, die unausweichlich sind, wäre es anders, würde es sich auch anders zeigen und nicht so, wie es ist.

Infolge des fehlenden Sonnenscheins ist bei mir der Strom ausgefallen, es wird einige Tage dauern, in denen ich auf Sonne hoffe, bis die Batterien wieder aufgeladen sind. Doch ich hoffe nicht nur des Stromes wegen auf Sonne, auch würde ich gerne im Freien die Arbeiten fortsetzen, mich dem Garten widmen. Wie es auch sein sollte, die Sonne und das Licht in meinem Herzen darf scheinen…

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Weitgehend…

…ist der Schnee geschmolzen und ich denke so vor mich hin…..

Gleich als ich aufwache, bemerke ich, dass es weniger kalt ist als die letzten Tag. Dann donnert ein größeres Gefährt die Straße entlang, das lässt doch hoffen, dass sie befahrbar sind. Es ist noch stockdunkel, doch die Hoffnung keimt, dass es Gelegenheit gibt, sich heute mal unter Menschen zu begeben.

Obwohl alles, was Begegnungen betrifft, massiv eingeschränkt ist oder ganz verboten, so will ich das in Anspruch nehmen, was noch möglich ist. Morgen schon könnte es damit wieder vorbei sein und eine nächste Ausgangssperre anstehen. 

Große Unsicherheit herrscht in allen Bereichen. Wie es die kleinen Bar- und Restaurantbesitzer machen, bleibt mir ein Rätsel. Letzten Sommer verdienten sie gut, denn es gab so viele Touristen wie noch nie in dieser Gegend. Die Franzosen vermieden Auslandsaufenthalte und erkundeten ihr eigenes Land, dafür sah ich kaum Touristen aus England, Deutschland und Holland, selbst aus Spanien waren nur wenige da. Doch vielleicht verschaffte ihnen der letzte Sommer ein kleines finanzielles Polster und die Hoffnung, alles werde wieder wie früher. Es sei ihnen gegönnt, allein, mir fehlt der Glaube daran.

Alles, was Spaß macht und das Leben lebenswert, ist verboten oder zumindest stark eingeschränkt. Wohl dem, der fünf Kinder zu Hause hat, so dass diese miteinander spielen können. Doch wie geht es den vielen Einzelkindern, die ihre Freunde nicht sehen dürfen? Es scheint absurd, einem Kind zu verbieten mit seinen Freunden zu spielen. Was geschieht mit einem solchen Kind, das früh lernt, dass der andere eine Gefahr für ihn bedeutet? Muss es nicht sein Vertrauen und seine Bindungsfähigkeit verlieren? Wird es nicht für sein ganzes späteres Leben traumatisiert? Ebenso absurd ist die nächtliche Ausgangssperre. Als ob das Virus verstärkt in der Dunkelheit lauert.

Wie ergeht es den Alten in den Heimen, die von Wochenende zu Wochenende leben, weil sie auf den Besuch ihrer Kinder hoffen, wenn diese Besuche ausbleiben? Und wer kümmert sich um sie, wenn Pflegepersonal in Quarantäne geschickt wird, weil jemand positiv getestet wurde? Herrscht nicht sowieso schon ein Pflegenotstand? Menschen können vor Einsamkeit sterben, Menschen können ihren Lebenswillen verlieren und all ihre Widerstandskraft einbüßen, wenn sie depressiv werden.

Dabei haben wir es noch gut. Was machen all die Tagelöhner auf der Welt, denen keiner ihren Verdienstausfall ersetzt? Was machen die Romafamilien in Rumänien, deren Väter jetzt kein Geld nach Hause bringen und denen es vorher schon schlecht ging? Und die armen Inder, die mittellosen Afrikaner, die von der Hand in den Mund leben? 

Was wird, wenn die gesamte Tourismusbranche am Boden liegt, Sport- und Kulturzentren pleite gegangen sind, Hotels schließen mussten, aber auch Friseure, Klamottenläden und der kleine Schreiner an der Ecke? Um wie viel % werden sich die Arbeitslosenzahlen erhöhen, wie viele werden sich aus Verzweiflung umbringen? Und wie lange noch wird Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe gezahlt werden? Wenn große Teile der Bevölkerung nicht mehr arbeiten dürfen, woher werden dann die Mittel kommen, um die Menschen zu ernähren?

Es ist traurig um jeden, der vorzeitig aus dem Leben geht, gleich warum. Gibt es wohl jemanden, der an oder mit an Corona Gestorbenen zählt und denen gegenüber stellt, die sich aus Verzweiflung das Leben nehmen und denen, die aus Hoffnungslosigkeit sterben, weil sie emotional und menschlich der Maßnahmen wegen vernachlässigt werden? Ich bin nicht der Meinung, dass ein Leid gegen ein anderes aufgerechnet werden darf, jedoch sollte so etwas wie Verhältnismäßigkeit eingehalten werden.

Obwohl es Menschen gibt, die sich gegen die Maßnahmen wehren, obwohl Anwälte durchaus erfolgreich streiten und das in weiten Teilen der Welt, denke ich, wird die einmal eingeschlagene Richtung beibehalten. 

Am Ende kann froh sein, wer einen Garten bearbeiten kann. Das sichert ihm Beschäftigung, eine gewisse Ernährungsgrundlage und vielleicht einige Tauschmittel, Zwiebeln gegen etwas Öl, Kartoffeln gegen Seife. Handwerk hat goldenen Boden, wusste man seit alten Zeiten. Können und Wissen bilden eine weitere Grundlage. Doch große Teile der Bevölkerung kennen nicht mehr die essbaren Pflanzen der Natur, sie wissen nicht, wie ein Seifenersatz aus Asche hergestellt werden kann und sie können auch keine Strümpfe mehr stricken. 

Doch, dieses Wissen ist noch nicht völlig verloren gegangen. Ich glaube an die unerschöpfliche Kreativität des Menschen, an sein Organisationstalent und den Willen, sich wieder zusammen zu finden, um gemeinsam alle Schwierigkeiten zu überwinden. Jedoch sehe ich auch schwere Zeiten auf uns zukommen, auch wenn ich hoffe, es wird milde verlaufen…

https://www.berliner-zeitung.de/news/berliner-feuerwehr-zahl-der-einsaetze-wegen-moeglichem-suiziden-steigt-massiv-an-li.117723

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Das Kartenhaus bricht zusammen >>> COVID-19: VERFASSUNGSGERICHTSHOF KIPPT VERORDNUNGEN DER REGIERUNG!

Wissenschaft3000 ~ science3000

!!!Leute, das ist ein URTEIL –
dem man folgen MUSS!!!
Maskentragen und Gaststättenschließungen sind durch das Urteil aufgehoben.
Die Regierung wird sich für gesetzwidrige Maßnahmen zu verantworten haben!


Von Jahn J Kassl


IM NAMEN DER REPUBLIK:
Die als gesetzwidrig festgestellten Bestimmungen sind nicht mehr anzuwenden.

COVID-19: Maskenpflicht im Schulgebäude und Klassenteilung im Frühjahr waren gesetzwidrig

23.12.2020

Entscheidungsgrundlagen des Bildungsministers waren nicht erkennbar

Zur Bewältigung der Folgen von COVID-19 im Schulwesen wurde mit Verordnung des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung im Mai 2020 für das (verbleibende) Schuljahr 2019/2020 angeordnet, dass die Schulklassen in zwei Gruppen geteilt und abwechselnd im Präsenzunterricht in der Schule unterrichtet werden.

Darüber hinaus wurde vorgeschrieben, dass alle Personen im Schulgebäude, ausgenommen in der Unterrichtszeit, eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung tragen müssen.

Gegen diese Bestimmungen der COVID-19-Schulverordnung riefen zwei schulpflichtige Kinder und ihre Eltern den Verfassungsgerichtshof (VfGH) an. Sie machten geltend, dass die angefochtenen…

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11. und 12. Januar

Über Nacht hat Wind den Schnee von den Bäumen geschüttelt und in meinen Fußstapfen von gestern hat sich Eis gebildet. Wäre es gestern unter Umständen noch möglich gewesen, mit dem Auto die Straße zu befahren, langsam und vorsichtig, so ist dies heute ganz und gar gefährlich. Alles ist vereist. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, die Gegend zu verlassen, entweder über den Pass oder durch die Schlucht, und beide Varianten sind lebensgefährlich, könnte man doch mit dem Auto von der vereisten Straßen abkommen und in den Abgrund stürzen.

Ich schlage die spitzen Eiszapfen vom Dach, damit sie niemanden beim Herabfallen verletzen können und heize erneut den Ofen. Mehr und mehr gewöhne ich mich an die Kälte. 

Schneebedeckten Grünkohl ernte ich, der erst jetzt richtig gut schmeckt, und eine Kohlrübe, die die vorletzte ist, dafür aber riesengroß. Auch Kürbis gibt es noch und Zwiebel und Knoblauch. Holz muss hereingeholt werden und frisches Wasser vom Fluss. Mehr kann ich nicht tun im Freien, Internet ist auch ausgefallen und das schenkt mir Zeit für Inneres. 

Schon November und Dezember waren zu kalt und fast immer bewölkt, so dass die Sonne fehlte. Jetzt setzt sich die Unfreundlichkeit des Wetters fort. Von Klimaerwärmung keine Spur, die warmen Sonnentage, die es immer gab zu dieser Jahreszeit, fehlen. Alle Vorhaben und die Pläne für den Garten müssen zurück gestellt werden. Auch wenn heute die Sonne scheint, der scharfe Wind bläst alle Wärme fort. Zeit neben dem Ofen zu sitzen und in die Stille zu gehen.

„…aber wir sind umgeben von einem Meer von Möglichkeiten. Jedes Elektron, das überhaupt denkbar ist, könnte gerade jetzt und hier existieren. Wir pflücken Elektronen aus dem Meer der Möglichkeiten heraus, einfach indem wir schauen. Irgendwie begriffen die vedischen Rishis diese Tatsache bereits vor Tausenden von Jahren. Wie? Indem sie den Prozess aus erster Hand beobachteten, allerdings nicht anhand von Elektronen, sondern anhand des Aufstiegs und des Falls von Ereignissen, die ihnen als so fließend erschienen, dass sie nicht mehr als ein Traum waren. 

Kann man das wirklich glauben? Besonders gespenstisch am Beobachter-Effekt ist, dass die Betrachtung eines einzelnen Elektrons sich auf alle anderen auswirkt. Das kann man nur in einem Universum begreifen, in dem es keine einzelnen, voneinander getrennten Elektronen gibt, sondern nur ein riesiges, alles umfassendes Netzwerk von Ladungen, Positionen, Drehungen und punktuellen Ausrichtungen – und das ist genau die Sicht, auf welche sich die moderne Physik mehr und mehr einigt. Die vedischen Weisen nannten sich Rishis, Seher, weil für sie alles zum Betrachter zurückkommt, zum Sehenden. Sehen ist der höchste kreative Akt.

(aus Deepak Chopra, Leben nach dem Tod, Allegria, 2011)

…und weil es so schön ist und so gut passt, noch einmal Max Tegmark aus „Unser mathematisches Universum“:

„Letztlich ist Materie nichts weiter als Energie und Energiefelder, die für den Aufbau der Natur verantwortlich sind. Doch woher diese Phänomene selbst stammen und ihre Energie beziehen, ist rätselhaft und ihr Ursprung kann nicht gemessen oder wissenschaftlich beobachtet werden! Daher sieht es derzeit für Forscher so aus, als ob Energie keine reale Essenz besitzt. Deshalb behaupten verschiedene Physiker bereits heute, dass Materie lediglich eine Illusion ist! Nur die mathematischen Vorgänge, die Wissenschaftler in ihren Theorien verwenden, sind demnach real – doch nicht die physische Welt selbst, die notwendig ist, um diese mathematischen Beschreibungen an erster Stelle zu ermöglichen!

Darum denken sogenannte „Informations-Realisten“, dass Materie erst durch die Verarbeitung von Informationen entsteht, und nicht umgekehrt.“

Heute haben wir schon Dienstag und die Lage ist unverändert. Die Solarplatten sind weiter von einer dicken, verharschten Schneeschicht bedeckt. Wird es nicht bald wärmer, wird der Strom ausfallen. Doch mein Ofen wärmt, das Gemüse ist gekocht, die Katze sitzt neben dem Kamin, ich gehe in die Stille. 

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…eingeschneit…

Über Nacht schneite es weiter still vor sich hin, so dass jetzt jedes Zweiglein, jeder Ast und jeder Stein mit einer dicken Schneeschicht bedeckt ist. Stille hüllt die Landschaft ein. 

Das Leben macht Pause. 

Die Straßen hier werden nicht vom Schnee geräumt, so dass es nicht möglich ist, sie zu benutzen. Gestern noch schoss jemand auf dem gegenüberliegenden Berg Schweine. Heute ist jede Aktivität erstorben. Morgen fällt die Schule aus, keine Post kommt und auch das Bäckerauto, was die Orte hier mit Brot versorgt, wird daheim bleiben. Kinder werden Schneemänner bauen, so hoffe ich wenigstens.

Ich labe meine Augen an der Welt, so märchenhaft verzaubert sieht die Welt aus. Wie Pergamentpapier wirkt der Himmel und wirklich hell wird es nicht. Fast wähne ich mich in einem russischen Märchen in einer Schneehütte sitzen und auf die Schneekönigin warten.

Mein Ofen ist auf Dauerbetrieb eingestellt, in der Küche wärmt das Feuer im Kamin das Wasser zum Abwaschen. Kerzen flackern romantisch. Immer wieder fallen vor dem Fenster Schneemassen nach unten, wenn einzelne Äste ihre Last abwerfen. Manchmal kracht es aufs Dach.

Auch der wilde Kater Klaus darf heute in der Küche fressen, vorsichtig schleicht er sich hinein, dem glücklichen Umstand nicht wirklich trauend.

Auf einem Stück Holz, das ich gerade ins Feuer gelegt hatte, rennt eine Ameise um ihr Leben. Ohne Handschuhe greife ich schnell hinein und hole das Holz heraus. Ob ich sie retten konnte, kann ich nicht mehr sehen. 

Ich überdenke die Vorräte, für mindestens acht Tage reicht das Holz zum Kochen, zum Heizen habe ich genug. Wasser, Katzenfutter, Kaffee, Gemüse, Klopapier…grins…alles genügend vorhanden. Also sorge ich mich nicht. Ich nehme die Auszeit als Geschenk.

Für den nächsten Mittwoch sind Temperaturen von 6° gemeldet und bis dahin sind es gerade mal drei Tage…

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